Winter-Café 2021

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onleihe:hilfe
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  • Gibt es Bücher/Inhalte z.B. nur als eBook? (Als Beispiel fallen mir da nur Fachbücher ein und der „Marsianer“, der nach Erfolg als eBook anscheinend erst in den Druck ging, aber da bin ich kein Experte.

    Es gibt eine gar nicht so kleine und stetig wachsende Selfpublisher-Szene, die nur eBooks veröffentlicht. Ich habe auch schon gesehen, dass ein Papierbuch nur noch antiquarisch zu kaufen war, es aber noch ein eBook gab.

    Ich habe nur Anleitungs-EBooks, aber die drucke ich meistens aus, also die sehe ich in jedem Fall als mein Eigentum an, ich kann diese auch auf unterschiedlichen Geräten aufrufen und es ist mir noch keines abhanden gekommen.

    Rechtlich gesehen ist es dennoch nicht dein Eigentum. Und: Um deine eBooks einigermaßen sicher über die Jahre aufbewahren zu können, brauchst du mindestens zwei Backups auf verschiedenen Speichermedien, die du regelmäßig checkst und gelegentlich erneuerst. Außerdem musst du diese ganze Zeit über ein kompatibles Lesegerät vorhalten. Energiekosten kommen dazu. Wenn du druckst auch noch der Drucker plus Verbrauchsmaterial.


    Das sind alles deine privaten Ressourcen, die du zum Vorteil von Verlagen und Buchhandel einsetzt und die den Preis von eBooks stark mindern müssten - stärker, als es der Fall ist.


    Unter anderem deshalb kaufe ich keine eBooks.


    (Ich schreibe das übrigens aus meiner völlig privaten und fachfremden Leserinnensicht und ausdrücklich nicht in Bezug auf die Preismodelle für Bibliotheken.)


    Wenn Bibliotheken eBooks so oft und so lang wie sie möchten gleichzeitig an verschiedene Leser entleihen könnten (obwohl sie das Buch nur einmal erworben haben) würden sicher die Autoren damit geschädigt.

    Das sehe ich auch so. Irgendeine Art von Begrenzung braucht es.

  • Der Umstand, dass über einen Bibliotheksverbund eine sehr große, überregionale Bibliothek entsteht, macht die Sache mit dem fairen Preis echt tricky. Da braucht man digital vermutlich oft viel weniger Exemplare um die Nutzer glücklich zu machen, als für die Standorte insgesamt üblicherweise angeschafft werden müsste. Und das lässt sich noch weiter denken ...

    Stimmt, auch damit ist eine natürliche Begrenzung weggefallen. Muss man auf der Suche nach einem fairen Modell ebenfalls berücksichtigen.

  • Rechtlich gesehen ist es dennoch nicht dein Eigentum.

    Im Sinne von „Eigentum“ wie wir es in der „nicht-virtuellen Welt“ kennen, gebe ich dir Recht, ich darf es nicht verkaufen, nicht verleihen und nicht verschenken, wie einen „Gegenstand“.


    Da benötigt es ein Umdenken, denn an ein verschenktes physisches Buch kann ich mich auch nur erinnern (vielleicht?), ich kann es nicht aus meinem Datenspeicher heraus nochmal lesen. ;)
    neue Welt

  • Mit einer Beschränkung der Anzahl der Ausleihen können die Bibliotheken problemlos leben, denke ich. Das kennen wir schließlich auch von physischen Medien - irgendwann sind sie abgenudelt und werden makuliert. Und ich kann mich nicht erinnern, dass jemand parallele Ausleihemöglichkeiten gefordert hat. Alles, was wir möchten, ist die Gleichstellung von eBooks mit gedruckten Büchern.

  • Alternativer Vorschlag wäre, dass die e-Books genauso viel kosten wie die normalen Bücher, dafür aber die Bibliotheken ein Exemplar so viel und so oft gleichzeitig verleihen können, wie sie wollen. Es also auch keinerlei "Ablaufdatum" der Lizenz gibt.

    Wie schon von anderen geschrieben, das fände ich jetzt nicht fair gegenüber den Autoren, wenn es gar keine Einschränkung gibt. Wenn ich nur ein Exemplar/eine Lizenz erwerbe, dann kann ich es auch nicht parallel an mehrere Leute verleihen. Das ist das Minimum, was also durch die Bibliotheken garantiert werden muss. Auch eine angemessene Zeitliche befristung finde ich erstmal unproblematisch - ein physisches Buch hält nicht ewig. Aber zeitliche Beschränkung finde ich halt einfacher wie ein Kontigent an möglichen Ausleihen, weil es eben doch immer wieder zu Problemen kommt und Lizenzen dann unnötig verbraucht werden. Vor Ort makuliert ja auch niemand strikt nach sagen wir 50 Ausleihen...

  • Man darf ja auch die Kund*innen nicht vergessen, die sich bewusst wegen der Onleihe FÜR einen Tolino o.ä. entscheiden und gegen einen Kindle und somit Amazon. Diese bauen dann vielleicht auch Hemmungen ab, mal ein eBook zu kaufen. Ganz zu schweigen, von der Werbung und den Schulungen, die die Bibliotheken anbieten.

  • dann stellt man fest dass eben gerade Bibliothekskunden auch häufig Käufer sind - weil eben eine Affinität zu Büchern besteht. (Auch wenn ich mich selbst da ehrlichg gesagt nicht dazu zähle - seit ich in einer ÖB arbeite kaufe ich kaum noch Bücher)

    Also meine Kernfamilie (Mama, Papa, zwei Kleinkinder) hat um die 1.300 gedruckte Bücher daheim stehen. An Käufern mangelt es bei uns also nicht. (Zusätzlich haben wir gerade 80 Medien aus der Bibliothek entliehen.) Mein Kaufverhalten hat sich zwar in den letzten Jahren auch gewandelt, ich kaufe aus finanziellen und Platzgründen ausgewählter und auch teils erst, nachdem ich das Buch schon als eBook/Printbuch ausgeliehen und für gut befunden habe.

    eBooks selbst kaufe ich privat tatsächlich bisher nicht; aufgrund der hier schon von euch genannten Einschränkungen im Vergleich zum Papierbuch. Außerdem mag ich mein Bücherregal und finde es für die Kinder wichtig, dass sie Bücher im Alltag sehen (und im Idealfall lesen ;) ) und nicht nur erleben, dass die Eltern auf einen weiteren Bildschirm starren - obwohl ich meinen Tolino und seine Vorteile liebe!


    Ich weiß aus der Supporttätigkeit für unsere Onleihe und aus dem Bekanntenkreis von vielen, die sich sowohl eBooks kaufen als auch ausleihen.

    Und ich persönlich kenne nur Bibliotheksnutzer*innen, die auch eigene Bücher daheim haben. Ich denke, das bringt die Affinität zum Lesen einfach mit sich, dass man zumindest seine Lieblingsbücher selbst haben will (egal in welchem Format).

  • ich kaufe aus finanziellen und Platzgründen ausgewählter und auch teils erst, nachdem ich das Buch schon als eBook/Printbuch ausgeliehen und für gut befunden habe.

    Das sind bei mir/uns auch vor allem die Gründe, warum wir nur noch ausgewählt Bücher kaufen. Meine Eltern haben auch eine große Büchersammlung daheim (auch weil die nächste Bibliothek nicht so schnell zu erreichen ist). Aber ich lese deutlich mehr als ich daheim einfach vernünftig lagern kann und der Wiederverkaufswert ist einfach sehr gering und der Platzbedarf recht hoch.

    Bei den Kinderbüchern wird es sicherlich auch wieder etwas mehr Käufe (und Geschenke) geben und da habe ich auch einiges aus meiner Kindheit und Jugend aufgehoben. Nur irgendwann kamen meine Eltern auch an den Punkt wo sie gesagt haben sie können nicht jeden Monat 10-20 Bücher kaufen damit ich mit Lesestoff versorgt bin. Und deswegen sind Bibliotheken einfach so wichtig, dass Kinder auch wirklich so viel lesen können wie sie wollen und die Finanzen und der Platz da nicht noch groß limitieren.

  • Auf jeden Fall! Bibliotheken sind gerade für Kinder so wichtig und so toll. Einfach hingehen, stöbern, aussuchen, was und wie viel man gerade haben möchte. Und beim nächsten Mal wieder neue Medien mitnehmen. Geht in der Buchhandlung auch, aber wird schnell teuer ^^


    Ich bin sicher, ich hätte heute einen anderen Job, wenn meine Mutter nicht schon ganz früh mit mir in unsere kleine Bücherei gegangen wäre. Der Grundstein zur Liebe zu Bibliotheken und auch Büchern wurde dort gelegt.

  • Ich bin sicher, ich hätte heute einen anderen Job, wenn meine Mutter nicht schon ganz früh mit mir in unsere kleine Bücherei gegangen wäre. Der Grundstein zur Liebe zu Bibliotheken und auch Büchern wurde dort gelegt.

    Ja, das macht auf jeden Fall einen Unterschied. Wobei ich sagen muss meine Bibliothekserfahrungen haben erst so ab dem Gymnasium wirklich angefangen. Aber wir hatten zuhause schon immer viele Bücher - und keinen Fernseher. :saint: (inzwischen haben meine Eltern allerdings auch einen - und wir auch)

  • Ich hab eine Kollegin, die privat überhaupt nichts mit Büchern am Hut hat - und trotzdem sehr gerne und engagiert in der Bibliothek arbeitet.

    Und gleichzeitig werden wohl die wenigstens unseren Beruf ergreifen, nur weil sie als Kinder in die Bibliothek geschleppt wurden. ;) Aber in meinem Fall hat sich das tatsächlich durch das ganze Leben gezogen, so dass die Berufswahl dann in der Oberstufe auf einmal sehr klar war (nachdem ich verstanden hatte, dass man das auch wirklich beruflich machen kann :D ).

  • Dem kann ich mich nur anschließen, bei mir ist es genauso. Seit mehr als 50 Jahren nutze ich die Hamburger Bücherhallen und habe auch meinen Kindern zum Schulanfang jeweils einen Leseausweis geschenkt, damit immer genügend Lesefutter zur Verfügung steht. Der Zugang zu Büchern, zu Wissen und Bildung darf nicht vom Einkommen oder der Wohnsituation der Eltern abhängen und ich selbst nutze noch immer gern den Bestand der Bibliotheken.

    Meine Mutter, der ich zum 76. Geburtstag, nach dem Tod ihres Lebenspartners, einen Leseausweis der Bücherhallen schenkte, meint immer mal wieder, dass das das schönste Geschenk gewesen sei, was sie bekommen habe. Sie nutzt die Bücherhallen seitdem eifrig, denn in ihrer kleinen Wohnung ist für Papierbücher einfach kein Platz mehr.

    Natürlich standen zum Geburtstag und zu Weihnachten auch immer Buchwünsche auf dem Wunschzettel meiner Kinder, das hält bis heute, wo sie 24 und 29 Jahre alt sind, an, die wir gerne erfüllen.

    In der Oberstufenzeit meiner Kinder, als viele "Klassiker" gelesen wurden, kam meine Tochter meist nach Hause und meinte "die Titel, die auf dieser Leseliste stehen, habt ihr doch bestimmt im Regal, da müssen wir nichts kaufen und können auch noch an meine Freundinnen was verleihen" und in den meisten Fällen hatte sie recht;).

    Ich liebe das Lesen auf meinem eReader und habe aus Platzgründen in den letzten Jahren nicht mehr so viele Bücher kaufen können.

    Auch bei uns stehen mehr als 2000 Büchern in den Regalen (aus Platzgründen teils 2-reihig hintereinander) und die Kinderbücher, die meine Kinder beim Auszug nicht mitnehmen konnten, weil der Platz in den Studentenwohnungen doch recht begrenzt war, haben wir auch aufbewahrt. Nun warten Lindgren, Kästner, Boie, Funke und Co hier auf das Ende des Studiums und einen Platz in einer Wohnung, die durch Umzug an einen neuen Studienort nicht so oft gewechselt wird.

    Da mein Sohn inzwischen selbst Vater ist konnten wir zumindest die Bilderbücher bereits an den Enkel weitergeben, der mit seinen 20 Monaten Bücher schon sehr liebt. Er sieht es aber eben auch bei den Eltern, dass Bücher zum Leben einfach dazugehören und mein Sohn, der gerade an seiner Promotion sitzt, hat noch viele Buchwünsche auf seiner Liste, da er zum einen einfach lieber Papierbücher liest (den eReader, den ich ihm geschenkt hatte, hat er wieder verkauft) und vieles aus seinem Fachgebiet auch nur in Papierform vorliegt.

  • Mein Bibliotheksleben begann Anfang der 1960er Jahre in einer kleinen Pfarrbücherei meines Heimatdorfes in OWL. Ich bin viel umgezogen - der erste Gang war immer der zum Einwohnermeldeamt (Pass), der zweite der in die Bibliothek (Ausweis). Und so sind auch meine Kinder großgeworden. In Berlin bin ich sesshaft geworden - dort war es, auch für die Kinder - bibliothekstechnisch am einfachsten. Wir haben drei Bibliotheken in fußläufiger Nähe. Hier tun aber auch die Grundschulen viel: in den ersten Klassen sind Bibliotheksausflüge obligatorisch.

    Meine Jüngste (23) war diejenige, die Bücher rucksackweise ausgeliehen hat (da hatte ich auch einen Anruf der Bib, ob das in Ordnung sei und sie die Bücher auch alle lese...) - ich hätte geschworen, dass sie später mal was mit Büchern macht. Aber es trieb sie in die Augenoptik - sie liest bis heute sehr viel - gekauft und geliehen und beides sowohl als eBook als auch analog.

    Die mittlere Tochter (27) liest berufsbedingt sehr viel - sie hört lieber Hörbücher (gekauft und geliehen). Die Älteste (39) mit mittlerweile drei Kindern kauft sehr viel (vor allem Papierbücher) und bekommt von mir immer wieder Buchpakete für die Kinder. Demnächst werde ich die Sternenschweif-Reihe einpacken :D - glücklicherweise in neuer Rechtschreibung.

    Auch bei mir lagern noch die Hinterlassenschaften der Kinder. Zuerst waren die Studentenbuden zu klein und dann... na ja, ich habe viel Platz in den ehemaligen Kinderzimmern ^^

    Ich selbst besitze Tonnen von Papierbüchern, kann sie aber leider nur noch bedingt lesen (Nervenschäden). Vor 13 Jahren das letzte Papierbuch. Es war Larsson - Verdammnis als TB (Hardcover gingen schon länger nicht mehr). Das musste in fünf Teile geschnitten werden (jeweils ca. 1cm dick), damit ich es überhaupt halten konnte. Bücher zerschneiden - mir hat das Herz geblutet.

    Seitdem kaufe/leihe ich für mich selbst nur digital und beides sehr viel. Wiegt wenig, ich muss keine Seiten festhalten und kann (wird immer wichtiger für mich) die Schriftgröße anpassen. Bibliothekarin wäre ich gern geworden - mich hat es dann aber u.a. in die Geisteswissenschaften verschlagen.

  • Ihr seid cool, die Geschichten ähneln sich ja wirklich. Ich bin tasächlich schon extrem früh eingestiegen, was das (selber) lesen angeht. Meine ältere Schwester ging schon zu Schule und hat lesen gelernt. Im Vorlesen war sie nicht gut (Legasthenikerin) und ich seeeeeehr ungeduldig, sodass sie mir das Lesen beigebracht hat (keine Ahnung, wie wir das geschafft haben) mit dem Resultat, dass ich anderen Kindern im Kindergarten vorgelesen hab. creepy, ich weiß. Ich hab schon immer Bücher gefressen, da waren die 2km zu Fuß zur Bücherei kein Akt, ich brauchte ja Lesestoff. Statt Hausaufgaben zu machen, hab ich mich verzogen und gelesen. Wenn meine Eltern mich gezwungen haben, raus zu gehen, hab ich ein Buch mitgenommen usw. Mit 10 Jahren hab ich schon laut verkündet "ich werde Bibliothekarin". Nun, aktuell noch "nur" FaMI, aber ich arbeite in der Bücherei, wie es mein Wunsch war/ist. Ich hab auch viele Bücher zum Geburtstag geschenkt bekommen, aber irgendwann waren es dann Gutscheine, weil natürlich keiner wissen konnte, was ich alles schon gelesen habe. Von einen Kollegen aus einer anderen Bibliothek, in der ich gearbetet habe, habe ich zum Abschied auch einen Gutschein bekommen, ich hab mich riesig gefreut, da ich schon länger keinen mehr bekommen hatte. Wie leicht man mir eine Freude machen kann.... Folglich leihe ich auch massig Bücher aus. Am Wochenende hab ich auch schon mal 3 hintereinander weggelesen (leichte Literatur) und man findet mich eigentlich immer mit der Nase in einem Buch. Ich lese auch gleichzeitig (nebenher) drei verschieden Bücher: eines im eReader, eines auf den Handy und eines aus Papier, Je nachdem, wo ich bin und was ich eben gerade zur Hand habe. Papierbücher bleiben meist zu Hause :) Ich müsste mittlerweile schon selbst in einer Bücherei wohnen, hätte ich mir alle Bücher selbst kaufen müssen.

    Ich kaufe sowohl eBooks als auch "normale", da lautet in dem Fall meine Devise "Buch ist Buch" und hauptsache Lesestoff

  • Na, deine Geschichte hört sich aber auch gut an! Was das frühe Lesenlernen betrifft , das kann ich gut nachfühlen, ich habe das auch schon irgendwie vor der Schule gekonnt, obwohl es mir nie jemand wirklich beigebracht hatte - ich habe einfach nur gefragt, wie die Buchstaben heißen und konnte auf einmal die Schilder an den Geschäften lesen;). Meine Tochte hatte mich, als sie 5 war, gefragt, ob ich sie nicht in der "richtigen" Schule anmelden könnte - sie hatte von ihrer Freundin in der Vorschule gehört, dass man da nicht lesen lernen würde. Von uns wollte sie das nicht lernen, weil man Lesen ja in der Schule lernt!. Sie wurde dann im August (sie hat im November Geburtstag) eingeschult und konnte im Dezember lesen! Beide Kinder studieren/ studierten geisteswissenschaftliche Fächer, in denen sie viel lesen müssen und lesen auch in der Freizeit sehr viel zur Entspannung, was mich natürlich sehr freut:). Und nebenbei hat jedes Kind in der Schule noch drei Fremdsprachen und im Studium zwei weitere dazu gelernt, wobei meine Tochter meint, Arabisch und Hebräisch könne sie nur lesen, während es bei meinem Sohn mit Finnisch und Polnisch genau anders herum ist...

  • wie cool. Ich kann nur ein bisschen Englisch, das für SmallTalk ausreicht. Französisch hab ich längst vergessen, weil ich es nie anwenden musste und andere Sprachen haben mich nicht wirklich interessiert. Aber ich denke, wenn ich die Sprache auch anwenden könnte/müsste, wär ich schnell im Lernen, denn Sprachen sind mir immer ziemlich leicht gefallen. Aus seltsamen Gründen fiel mir die Grammatik im Französischen (englisch ist ja sowieso Pipifax - für mich) leichter als die Wörter selbst. Wahrscheinlich weil sie meist ganz anders geschrieben als gesprochen werden...

  • Berlin hat ein etwas eigenwilliges Schulsystem - üblicherweise wechseln Kinder erst nach der 6. Klasse auf eine weiterführende Schule. Nach der 4. Klasse kann nur auf ein sogenanntes "grundständiges" Gymnasium gewechselt werden. Das beinhaltet dann eine Zwangsbeschulung mit Altgriechisch und Latein (in der Regel Latein ab Klasse 5, Altgriechisch ab Klasse 7). Später wird mindestens eine weitere Fremdsprache dazugenommen.

    Apropos Finnisch: Gab's in der Schule nicht, meine mittlere Tochter wollte es aber gern lernen. Also habe ich ihr "Yksi, kaksi, kolme" besorgt. Später hegte die Tochter den Wunsch nach einer finnischsprachigen Brieffreundin. Ich habe die Autorin angeschrieben, die wiederum einen wunderbaren finnisch-deutschen Briefkontakt vermittelt hat. Für das Auslandsstudium ist die Tochter nach Norwegen gegangen (passte einfach besser). Norwegisch wurde dann vorher in der Volkshochschule inhaliert. Aber mit Englisch kommt man (zumindest in den nordischen Ländern) auch sehr weit. Nur nicht unbedingt im Supermarkt beim Lesen der Produktinformation(en) ^^ - bei vielen Produkten steht's auch in Englisch drauf; aber nicht bei allen...

    Einmal editiert, zuletzt von spitzefeder ()

  • Ich habe schon immer gern und viel gelesen. Ich besitze sehr viele Bücher. Seit 2013 habe ich verschiedenste EBook- Reader, die immer die ein oder andere Macke hatten/ haben. Seit diesem Jahr ist mein Ipad mini mein bevorzugstes Lesegerät. Ich leihe auch gerne Papierbücher in der Bücherei aus und kaufe mir Bücher und Ebooks. Durch das Ausleihen gibt es viele Anregungen, die dann zum Kauf von weiteren Büchern führen. Ein Beispiel: I8)n der Onleihe habe ich mir zwei Bücher von Paul Schaffrath ausgeliehen. Diesen Autor kannte ich vorher noch nicht.

    Ich mir dann zwei Bücher und ein Ebook von ihm gekauft. Ohne die Onleihe wären diese Käufe nicht erfolgt!

  • Ich habe auch schon von klein auf sehr viel und gerne gelesen. Meine Eltern waren sogar recht froh darüber, als ich richtig lesen konnte, denn dann habe ich am Wochenende das frühmorgendliche Flötespielen aufgehört. :D

    Ich bin schon als Grundschülerin immer in die damalige Pfarrbücherei gegangen und habe dort gestöbert und auch immer einige Bücher ausgeliehen. Meine Lieblingsbücher aus meiner Kindheit habe ich heute noch. Allen voran "Mein Esel Benjamin" von Hans Limmer (Autor) und Lennart Osbeck (Illustrator). Das hat auch mein Sohn geliebt. Leider ist aus ihm keine Leseratte geworden, trotz aller Bemühungen.

    Als ich 2014 eine OP mit anschließender Reha hatte, habe ich mich entschlossen, mir einen Tolino zu kaufen. Bücher für gut vier Wochen waren mit dann doch zu viel im Gepäck. Seither habe ich kaum mehr Papierbücher gelesen, obwohl ich anfangs absolut gegen Ebooks war. Und jetzt, da die Büchereien alle geschlossen haben, bin ich heilfroh um meinen E-Reader.

    Mittlerweile bin ich bei 4 Büchereien (3 verschiedene Onleihen) angemeldet. Zwei sind noch aus meiner Kindheit, eine ist einem Umzug geschuldet und in der letzten habe ich mich wegen der Onleihe angemeldet, da meine 3 Heimatbibliotheken das damals noch nicht angeboten haben.

    Mittlerweile liest sogar mein Mann ab und zu auf meinem alten E-Reader. Aber der ist nicht so die Bücher-Leseratte. Er liebt eher (Fach)-Zeitschriften und Kreuzworträtsel. Folglich nutzt er meinen alten Reader nur sehr selten.

    Zum Schweigen fehlen mir die passenden Worte.

  • Eure Lesebiografien sind alle so toll <3


    Und wow, Arabisch & Hebräisch oder Finnisch & Polnisch... Ich spreche und lese nur Deutsch und Englisch. Bedauere es allerdings, nicht noch eine Fremdsprache gelernt zu haben. In der Schule hatte ich noch Latein (davon ist quasi alles vergessen und Muttersprachler hab ich bisher auch nicht getroffen :saint: ) und später gab es nur die Auswahl zwischen Spanisch und Informatik. Da habe ich mich für die Computer entschieden, was definitiv die richtige Wahl war. Aber so blieb es eben bei den zwei Sprachen.