Beiträge von spitzefeder

    Zur Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes (pdf- Download) hier lang.

    Ergänzend dazu:

    In der oben verlinkten Stellungnahme ist ein weiteres, aktuelles Dokument des Deutschen Bibliotheksverbandes verlinkt (PDF-Download):

    --> Zusammenstellung mit den wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema E-Lending

    (Stand 18.10.2021; 8 Seiten)


    Sehr informativ, finde ich - beantwortet auch einige Frage, die hier im Forum öfter gestellt werden.

    Da im Footer von --> https://www.initiative-fair-lesen.de/ auf den Hashtag #fairlesen hingewiesen wird, habe ich da mal etwas rumgelesen...

    Auf der Homepage wird kräftig unterschrieben.

    Unterschreiben kann jede/r. Es wird nichts abgefragt, nichts blockert; jeder Blödsinn kann geschrieben werden. Das einzige mögliche Hindernis ist ein Captcha.

    Die Liste der Unterstützer:innen wird immer illustrer - sogar der olle Goethe hat von janz weit oben unterzeichnet (einmal als Klassiker, einmal als Geheimrat), ebenso Pipi Langstrumpf, Karl Marx, Graf Zahl, Thomas und Heinrich Mann... u.v.a.m.

    :sleeping:

    Aber genau das wäre den Verlagen sehr recht - Die Bibliotheken müssten dann mehr Papierbücher kaufen, um die Nachfrage zu decken ;)


    Doch das steht ja nicht zur Debatte. Das eBook kriegt niemand mehr aus den Bibliotheken heraus... obwohl, wenn man Juli Zeh mal richtig zuhört, argumentiert sie genau dafür - der eBook-Verleih generell ist 'böse'. Und natürlich die gutsituierte Leih-Leserschaft, die, mit Flatrate-Denken behaftet, lieber für nen Appel und nen Ei 'downloadet' als eBooks zu kaufen.

    Klingt fast so, als würde die Leserschaft durch diese ganze eBook-Verleiherei konditioniert, sozusagen von den Bibliotheken 'verführt'...

    Das aktuelle Problem der im Raume stehenden 'Zwangslizensierung' wirkt da vorgeschoben.


    Auf heise.de findet sich eine etwas differenzierende Position:

    --> Was war. Was wird. Vom fairen Wettbewerb zum fairen Lesen

    Dort etwas herunterscrollen zum Punkt "Was wird."

    Hier ein paar Textfetzen (Zitate aus dem Heise-Artikel):

    "...Angeblich geht es gegen eine Zwangslizenzierung..." und "...Die Verleger und die von ihnen eingewickelten Autoren..."

    Der Bericht kam im Heute-Journal im ZDF; in den Tagesthemen kam nichts (ich habe jedenfalls nichts zum Thema gesehen - da gab es verständlicherweise einen längeren Beitrag zum Tod von Gerd Ruge; vielleicht musste anderes weichen...).


    Zum Heute-Journal:


    Juli Zeh (wer sonst) hat die Gelegenheit gut genutzt, um u.a. die ca. 7 Ct pro Ausleihe anzubringen (was wirklich wenig ist) etc... und natürlich gefragt, wie Autor:innen bei dieser Art Verdienst ihr Leben fristen sollen. (Dass die meisten Autor:innen ihr Leben sowieso nicht mit dem Schreiben allein finanzieren könen, hat sie natürlich nicht gesagt).

    Christian Schumacher-Gebler (Bonnier) kam dann auch noch zu Wort - er sprach von substantieller Gefahr etc.

    Andreas Degkwitz hat beschwichtigend erklärt, aus 'unserer' Sicht sei die Lage so dramatisch nicht (von mir paraphrasiert). Und weiter: Klar; es könnte schon geringe finanzielle Einbußen geben...

    Also wirklich. Reichlich ungeschickte Kommunikation seitens des dbv, finde ich. Kleinreden hilft doch nicht - hätte man faire Lizenzmodelle nicht wenigstens kurz erwähnen können?

    Auf der Buchmesse wird es diesbezüglich hoch hergehen, denke ich. Die Initiative "Fair Lesen" hat den Termin für die konzertierte Öffentlichkeitsarbeit so kurz vor der Buchmesse ja nicht zufällig, sondern sehr geschickt gewählt. Und gute Rhetoriker:innen hat sie ebenfalls.

    Ob der dbv dem etwas entgegenzusetzen hat (inhaltlich und formal)?

    Die Verlinkung auf einen Plus-Artikel finde ich etwas unglücklich. Willst du den Artikel diskutieren (der sich hinter einer Bezahlschranke verbirgt) oder das grundsätzliche Problem?


    Wer den Spiegel ausleihen kann oder kauft:

    Der Artikel befindet sich auf Seite 127 unter dem Titel "Für eine Handvoll Cents".

    Außerdem gibt es diverse Doppelseiten-Anzeigen der Initiative "Fair Lesen" in den heutigen Ausgaben z.B. der FAZ (S. 6/7) und der SZ (Feuilleton S. 20/21).


    Das Thema an sich ist ja nicht neu und wurde auch hier im Forum schon öfter diskutiert, z.B. hier (2019): --> Börsenverein will "faire Entlohnung" bei Online-Ausleihe oder hier (2021): --> Der Bundesrat will erreichen, dass Verleger öffentlichen Bibliotheken für digital erschienene Bücher Nutzungsrechte einräumen müssen


    Im WWW gibt es eine Menge Sekundärinformation, u.a.:

    Im Januar 2021 gab es einen Offenen Brief des dbv an die Abgeordneten des Bundestages - hier die entsprechende Pressemitteilung des dbv (PDF-Download):

    --> Über 600 Bibliotheksleitungen fordern in einem Offenen Brief den ungehinderten Zugang zu E-Books

    ... und danach eine Reaktion des Netzwerks Autorenrechte (dort auch weiterführende Links):

    --> Sind Autor:innen, Übersetzer:innen, Verlage und Buchhandlungen die Deppen der Nation?


    In dem im Eingangsposting verlinkten Spiegel-Artikel geht es um eine "Protestaktion" der Initiative "Fair Lesen". Diese Initiative hat eine eigene Homepage; zu erreichen über:

    --> https://www.initiative-fair-lesen.de/

    Dort findet sich auch der Anzeigen-Text/der Offene Brief inkl. einer Liste der Erstunterstü+tzer:innen.


    Ergänzung: Mittlerweile gibt es auch vermehrt frei zugängliche Meldungen - einfach im WWW nach "Fair Lesen" suchen (am besten inkl. Anführungszeichen) - heute Morgen z.B. ein Rundfunkinterview mit Nina George im rbb; nachzuhören hier: --> Fair lesen - Initiative wendet sich gegen Zwang zur E-Book-Leihe

    Mein Vorschlag ist, als "Startseite" die ausgeliehenen Medien einzurichten. Oder gerne auch eine Möglichkeit zur individuellen Einstellung einrichten.

    Eine Individuelle Einstellungsmöglichkeit gibt es bereits. In der App kannst du unter "Einstellungen" > "Startseite" zwischen "Auf dem Gerät" und "Empfehlungen" wählen.

    Wenn du dich für "Auf dem Gerät" entscheidest, werden die heruntergeladenen Medien gleich beim Start angezeigt - gleichgültig, ob du on- oder offline bist ;)

    Wunderbar! Die Rückgabe auf meinem Tolino funktioniert wieder einwandfrei ;-) In der App und auf dem PC allerdings noch nicht.

    App: Bei mir funktioniert auch dort die vorzeitige Rückgabe wieder (nach erfolgter Rückgabe den Reiter "Ausgeliehen" aktualisieren).

    PC: Wenn du Titel bereits über ADE zurückgegeben hast und sie weiterhin in deinem Konto sind, kannst du sie nicht mehr via ADE zurückgeben, sondern du musst du sie im Onleihe:Reader laden und dort zurückgeben wie libri50 beschrieben hat - oder wahlweise in der Onleihe-App zurückgeben). Auch das hat bei mir geklappt.

    Dazu gibt es auf der Übersichtsseite der FAZ (in der Web-Onleihe unter dem Menüpunkt 'ePaper >FAZ> Alle Ausgaben eine entsprechende Meldung:

    "08.10.2021 | Die aktuelle Ausgabe der FAZ vom 08.10. wurde heute nicht importiert und steht daher erst morgen zur Verfügung."!

    Für Interessierte:

    Man kann die Care-verschlüsselten Bücher auch ohne Calibre via USB auf die Tolinos übertragen; es funktioniert analog zur Vorgehensweise, wie man Adobe-DRM verschlüsselte Bücher ohne ADE auf den eReader überträgt:


    Voraussetzung: Tolino muss mit dem Wlan verbunden sein

    Tolino via USB mit dem PC verbinden

    Onleihe im Browser aufrufen

    Rechtsklick auf "Jetzt lesen", Link kopieren und wie in Beitrag #1 beschrieben 'bereinigen'

    Dann die *.lcpl-Datei via Dateiexplorer direkt auf dem Tolino speichern (z.B. im Verzeichnis "Books")

    Tolino auswerfen, Buch wird geladen.

    Leseratte10 :

    Was bei mir nicht klappt: PDFs. Ich habe es mit 4 Titeln ausprobiert (2 Magazine, 1 Zeitung, 1 Gartenbuch als PDF). Diese Titel werden ohne Titelbild in Calibre importiert und können auf meinem Tolino nicht geöffnet werden (weder mit noch ohne aktivierte Beta).


    Diese Titel kann ich auch im Direktdownload nicht mit Care-DRM verschlüsselt öffnen. Beim Direktdownload auf dem Tolino werden diese Titel mit Adobe-DRM verschlüsselt heruntergeladen.

    Bei diesen Titel steht dann in der eReader-Onleihe: Titel am eReader nicht nutzbar".


    Ob es grundsätzlich Probleme beim Import von Care-verschlüsselten Onleihe-PDFs in Calibre gibt, weiß ich natürlich nicht. Habe bis jetzt nur die o.g. 4 Titel ausprobiert. Ist für mich auch nicht wichtig, da ich PDFs nicht auf dem Tolino lese.

    Leseratte10 :


    Ich habe das jetzt mal erfolgreich unter Ubuntu 20.04 mit Calibre 5.28 und zwei Titeln getestet.

    Dein Plugin ließ sich problemlos installieren, die Titel ließen sich problemlos in Calibre importieren, und ebenso problemlos hat der Transfer auf meinen Tolino Shine 3 geklappt. :thumbup:

    Werde das jetzt mal öfter machen und beobachten, ob es immer so problemlos geht. Danke!


    ...

    Diesen neuen Link einfach wieder im Browser aufrufen, und ihr könnt eine Datei mit der Dateiendung "lcpl" herunterladen. (Je nach Browser seht ihr evtl. eine Seite mit wirrem Text der mit "{"id":" beginnt, dann einfach mit Rechtsklick -> "Speichern unter" abspeichern). Diese Datei muss jetzt nur noch in Calibre hinzugefügt werden (entweder einfach aus dem Explorer ins Calibre-Fenster ziehen, oder über "Bücher hinzufügen" auswählen) und wird dann von Calibre in eine ganz normale (DRM-geschützte) EPUB-Datei umgewandelt, die dann wie jedes andere Buch auf den eReader kopiert werden kann.

    Ergänzend dazu:

    Wenn sich das Kontextmenü öffnet (mit "speichern", "öffnen mit" etc.) kann man bei "öffnen mit" auch gleich das Programm Calibre auswählen, dann importiert man direkt nach Calibre und überspringt praktischerweise das Zwischenspeichern.

    Wenn du nur eBooks suchst:

    Du tippst auf das 3-Striche-Menü, dort auf "Stöbern", dort auf "eBooks", dann erhälst du eine Liste aller eBooks.

    Dort tippst du auf das 3-Striche-Menü (die drei Striche bilden einen Pfeil, der nach unten zeigt) oberhalb der Titelliste, es öffnet sich eine Liste mit Filtermöglichkeiten. Dort tippst du auf "Sprache" (je nach Displaygröße die Liste etwas nach unten scrollen), dort auf "Englisch". Auf "OK" tippen (bestätigt die Filterauswahl) und nochmal auf "OK" startet die Suche.

    Ergebnis: eine Liste mit allen englischen eBooks.


    Wenn du alle englischen Titel (nicht nur eBooks, sondern auch andere Medientypen) finden möchtest:

    Du tippst auf das Lupen-Symbol, trägst nichts in das Suchfeld ein, tippst auf der Tastatur wieder auf das Lupensymbol = startest eine leere Suche. Ergebnis: Es werden alle Titel deiner Onleihe angezeigt.

    Dann tippst du auf "Liste filtern" - es werden dir Filtermöglichkeiten angeboten. Dort tippst du auf "Sprache" (je nach Größe des Displays musst du dafür die Filter-Liste vielleicht etwas nach unten scrollen) und dort auf "Englisch".

    Dann noch auf OK (bestätigt die Filterauswahl) und nochmal auf OK (startet die Suche). Ergebnis: eine Liste mit allen englischen Titeln deiner Onleihe.

    Mit den Filtern kannst du deine Suche auch weiter verfeinern (z.B. nach Medienart "eBook") - einfach ausprobieren.


    In der Onleihe:Hilfe (u.a. verlinkt in der Menüzeile des Forums) findest du u.a. viele Informationen zur Onleihe-App:

    --> onleihe:hilfe -> Onleihe-App

    Du musst dem Onleihe:Reader das dauerhafte Speichern erlauben.


    Falls dein Browser so eingestellt ist, dass beim Beenden alle Cookies/Websitedaten gelöscht werden, musst du eine Ausnahme definieren.

    Z.B. im Firefox:

    Einstellungen --> Datenschutz & Sicherheit

    dort unter --> Cookies und Website-Daten --> Ausnahmen verwalten

    dort z.B. eintragen: https://reader.onleihe.de oder https://onleihe.de, auf "Erlauben" klicken und "Änderungen speichern".


    Dann werden die Daten (also auch die Lesezeichen) gespeichert.


    Um den Onleihe:Reader aufzurufen und gespeicherte Titel zu lesen, musst du dich nicht in deinem Onleihe-Konto anmelden, sondern kannst den Reader immer unter "https://reader.onleihe.de" aufrufen (den Link z.B. als Lesezeichen setzen) - dann lädt er immer die bereits gespeicherten Titel (sofern du das Speichern gestattest hast). Nur wenn du neue Titel hinzufügen möchtest, musst du das über die Anmeldung in deinem Onleihe-Konto erledigen und dort beim neuen Titel auf "Jetzt Lesen" klicken.

    Kann es daran liegen, daß wenn zu viele Leser das selbe Buch gleichzeitig lesen wollen, der Server, auf dem dies Buch "liegt", überlastet ist?

    Ist das eine zentrale "Server-Farm", auf die alle Leser mit den Onleihe:reader in ganz Deutschland zugreifen?


    Das es an meiner hardware liegt halte ich eher für nicht wahrscheinlich, da ich ansonsten keine aktuellen Probleme habe.

    Das Lesen im Browser ist kein Streamen.

    Die Titel werden immer vollständig in den Browser-Cache geladen und dort gespeichert. Du kannst selbst bestimmen, ob sie im Browsercache dauerhaft gespeichert werden oder nur temporär (im letzteren Fall wird der Titel beim Schließen des Browsers automatisch aus dem Cache gelöscht).

    Der Onleihe:Reader greift also beim Lesen auf deinen lokalen Browsercache zu (sowohl on- als auch offline) - nicht auf eine zentral zugängliche Datei.


    Auf meinen Geräten habe ich bisher keine Verlangsamung beim Laden der Titel im Onleihe:Reader oder beim Blättern festgestellt. Allerdings hat er ab Vers. 3.0 neue Funktionen, z.B. für Touchscreens - ich weiß nicht, ob das auf einigen Geräten zu verlängerten Ladezeiten führen kann.

    Ansonsten vielleicht mal die Daten des Onleihe:Readers aus dem Browsercache löschen (also nicht den ganzen Cache, sondern nur die Daten des Onleihe:Readers)...

    Infos zum Onleihe:Reader findest du in der Onleihe-Hilfe unter dem Link "Web-Onleihe" -> "Lesen im Browser":

    --> Onleihe:Hilfe -> Web-Onleihe -> Lesen im Browser


    Ergänzung: Die Funktionsweise des Onleihe:Readers kann u.U. auch durch installierte Browsererweiterungen (oder deren Updates) beinflusst werden.