onleihe:hilfe
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  • Weiß jemand, wie das mit den Lizenzen bei Nachschlagewerken geregelt ist? HH hat z.B. manche Duden Wörterbücher - die liest man ja nicht durch, sondern schaut bei Bedarf was nach und gibt sie dann wieder zurück. Ist das Eures Wissens bei solchen Lizenzen berücksichtigt?

  • Hallo AnnaBe,

    die Nachschlagewerke sind nicht Teil der Divibib sondern Datenbanken, die über andere Anbieter angeboten werden. Normalerweise bezahlt die entsprechende Bibliothek eine "Jahresgebühr" an den jeweiligen Anbieter, z.B. Brockhaus oder Munzinger.

  • die Nachschlagewerke sind nicht Teil der Divibib

    Es gibt durchaus auch Duden in der Onleihe. Ich habe mal in den Shop geschaut. Alle dort verfügbaren Duden-Titel, die ich gesehen habe, haben unbefristete Lizenzen ohne Kontingentbegrenzung, d.h. kurz ausleihen und wieder zurückgeben ist hier nicht schädlich. Hoffen wir mal, dass der Verlag bei dieser Variante bleibt.

  • Es gibt durchaus auch Duden in der Onleihe. Ich habe mal in den Shop geschaut. Alle dort verfügbaren Duden-Titel, die ich gesehen habe, haben unbefristete Lizenzen ohne Kontingentbegrenzung, d.h. kurz ausleihen und wieder zurückgeben ist hier nicht schädlich. Hoffen wir mal, dass der Verlag bei dieser Variante bleibt.

    Danke, das hab ich nicht gewusst... Wobei das ja für kurz nachschlagen ein hoher Aufwand ist. Über den Ausweis in der Datenbank anmelden geht glaub ich schneller...

  • Gut zu wissen. Ich würde es nicht umständlich finden, mir ein Nachschlagwerk über die App mal enen schnell zu leihen und zu laden - sofern ich davon ausgehe, später noch zwei oder drei weitere Sachen nachschlagen zu wollen. Für nur eine Information würde ich eher im Netz suchen statt mich bei Munzinger oder Co anzumelden.


    Wir sind dabei allerdings wieder an dem Punkt, dass es eigentlich wichtig wäre, die Lizenzart in den Details zum Medium anzugeben. Als die Onleihe startete, war dies nicht nötig. Ich gehe davon aus, dass es damals ausschließlich (oder fast nur?) unbefristete Lizenzen gab, entsprechend keinerlei Notwendigkeit, solche Informationen anzuzeigen. Das hat sich in meinen Augen inzw. grundlegend geändert.

    Ein "voraussichtlich im Angebot ihrer Onleihe bis" und/oder "für diesen Titel noch x Ausleihen möglich" wäre gut.


    Das fehlte noch:

    Das geht natürlich auch knackiger: z.B. " (12/52) bis 12.11.21"

  • Fände ich auch gut. Das würde auch die Problematik befristeter Lizenzen bzw. der Kontingentlizenzen für die Nutzer wesentlich deutlicher machen. Ich glaube, die wenigsten Onleihe-Nutzer wissen, dass die eBook-Lizenzen völlig anders als gedruckte Bücher behandelt werden.

  • Unbedingt! Ich z.B. weiß um die Ptoblematik, und wozu führt dies? Ich gehe letztlich davon aus, dass jedes Medium potentiell befristet ist und hätte mir den Duden deshalb nicht ausgeliehen. Auch blöd.

  • Wenn die Lizenzen abgelaufen sind, wird dann aufgrund der Nachfrage (wenn man das denn ermitteln kann) entschieden, ob man für den Titel die Lizenzen verlängert/neu kauft oder nicht und werden die Lizenzen dann mit der Zeit billiger ? Wenn ich mal die beliebte Krimi-Autorin Tess Gerritsen nehme, so sind ja in jeder Bib etliche Bücher von ihr, teilweise schon 10 Jahre alt. Eine Neuerscheinung ist natürlich immer sehr gefragt aber wie sieht das mit den älteren Titeln aus, und werden die immer wieder verlängert ? Irgendwann werden diese älteren Titel ja nur noch alle Jubel-Jahre mal ausgeliehen.

  • Das entscheiden die in den Verbünden Verantwortlichen. Die Einkaufsetats sind nicht unendlich, im Zweifel wird vermutlich eher Neues gekauft. Kontingentlizenzen können allerdings recht schnell ausgeschöpft und weiter stark nachgefragt sein, die kaufen wir eher nach. Billiger sind sie dann eher nicht.

  • Manche Titel werden auch gar nicht zum Nachkauf angeboten, wenn die Lizenz abgelaufen ist. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn ein Titel gut gefragt war und man ihn gerne weiter anbieten würde.

    Die Problematik gibt es auch bei Titeln mit vielen VOrmerkern wo keine weiteren Lizenzen gekauft werden können, weil der Verlag den Titel nicht mehr anbieten möchte. Das ist dann sowohl für die Kunden als auch für die Bibliotheken sehr frustrierend.

  • Wenn die Lizenzen abgelaufen sind, wird dann aufgrund der Nachfrage (wenn man das denn ermitteln kann) entschieden, ob man für den Titel die Lizenzen verlängert/neu kauft oder nicht und werden die Lizenzen dann mit der Zeit billiger ? Wenn ich mal die beliebte Krimi-Autorin Tess Gerritsen nehme, so sind ja in jeder Bib etliche Bücher von ihr, teilweise schon 10 Jahre alt. Eine Neuerscheinung ist natürlich immer sehr gefragt aber wie sieht das mit den älteren Titeln aus, und werden die immer wieder verlängert ? Irgendwann werden diese älteren Titel ja nur noch alle Jubel-Jahre mal ausgeliehen.



    Deine Bibliothek "sieht" schon was gefragt ist und kann sich überlegen, was man wieder einkauft. Da die Preisbindung auch für ebooks gelten bleiben die meist gleich. Selbiges gilt für das Volumen, wenn du im normalen Buchladen 500 Exemplare des Buches kaufst, wird es auch nicht preiswerter. Hat zumindest den Vorteil, dass jede Buchhandlung mit Amazon und Co mithalten kann und es keinen Grund gibt, ein Buch da zu kaufen. Jeder Buchhändler kann dir das zum gleichen Preis und meist auch Portofrei nach Hause senden.:)


    Da die Lizenzen in bestimmten Kontingenten eingekauft werden, lohnt sich ein Buch, dass nur "alle Jubel Jahre" ausgeliehen nicht, zu lizensieren. Kostet im Vergleich zu viel und belastet den Etat mehr, als wenn man neuere und gefragtere Bücher nimmt.

  • Da die Preisbindung auch für ebooks gelten bleiben die meist gleich.

    Die Bibliotheken kaufen jedoch nicht die ebooks sondern ebook-Lizenzen und daher hat die Preisbindung hier keine Anwendung. Die Kosten für die Lizenzen variieren sehr unterschiedlich. Manche kosten eben den normalen Ladenpreis und andere sind auch teurer.

    Und eine Mehrfachlizenz mit 25 Parallelen Ausleihen kostet jetzt nicht zwingend das 25fache...

  • Ich glaube, die wenigsten Onleihe-Nutzer wissen, dass die eBook-Lizenzen völlig anders als gedruckte Bücher behandelt werden.

    Nein, woher auch. Ohne dieses Forum wüsste ich es wohl auch nicht.


    Eine Bekannte von mir dachte letztens, die Mitarbeiter ihrer Stadtbibliothek würden die Hörbücher einzeln von CD rippen und dann in die Onleihe hochladen... Akademikerin, nutzt die Onleihe seit einem knappen Jahr. Ich will mich darüber gar nicht lustig machen, sondern zeigen, dass wir nicht sonderlich viel an Hintergrundwissen voraussetzen können. Es muss den Leuten erklärt werden.


    Daraus ergibt sich dann vielleicht auch mehr Verständnis für die Relevanz von Bibliotheksprivilegien für eMedien.

  • Ich frage mich, was das Argument dafür ist - hat man das schlicht vergessen?

    Tja, man fragt sich. Vor allem, wenn man das hier liest. Meiner Meinung nach würden die Autor*innen mit einer Bibliothekstantieme für eBooks besser fahren. Aber Verlage und Autoren beschwören in Bezug auf die Onleihe ihren wirtschaftlichen Ruin herbei, die Argumente der Bibliotheken werden m.M. gar nicht gehört/verstanden.

  • Wenn ich mal die beliebte Krimi-Autorin Tess Gerritsen nehme, so sind ja in jeder Bib etliche Bücher von ihr, teilweise schon 10 Jahre alt.

    Bis vor einigen Jahren gab es häufig unbegrenzte und unbefristete Lizenzen für Titel. Deshalb sind ältere Titel manchmal auch nach vielen Jahren noch in der Onleihe.

  • Was ich durch diesen Link gerade gelernt habe: bei e-books gibt es bei Ausleihe für Autoren und Verlage keine Bibliothekstantieme, bei gedruckten Büchern schon.

    Ich frage mich, was das Argument dafür ist - hat man das schlicht vergessen?

    Du wirst lachen, das wollte ich auch soeben schreiben, nachdem ich den Bericht, den Kakaokau verlinkt hat, gelesen habe.