Eboook-Reader-Kauf steht an, was ist aktuell zu beachten

  • Hallo,


    ich wollte jetzt ein Pocketbook kaufen, für die S-Bahn, etc. den neuen Touch Lux 5 und eventuell für zu Hause auch den InkPad Color Moon mit dem E-Ink new Kaleido™ Farbdisplay.


    Mir stellen sich nun zwei Fragen:

    1.

    Mit welchem Reader habe ich die geringsten Probleme in der Onleihe - ich will nur die Bücher reservieren, dann mit dem Ebook-Reader lesen können - meine Befürchtungen, siehe unten bei "Warum frage ich das?".

    2.

    Bringt mir bei der Onleihe ein E-Ink Farbdisplay irgendetwas? Ich dachte zuerst vielleicht bei den Magazinen, aber die sind doch auch nur PDF - also feste Seiteneinteilung, etc.

    Ich kenne mich da leider gar nicht aus, weil ich bisher eben die Magazine auf dem Tablet gelesen habe, Bücher mit meinem normalen Reader.

    Ich fände natürlich etwas, das die Vorteile eines epub-Formats hat in Verbindung mit farbiger Darstellung wunderbar, auch bei Sachbüchern, etc.

    Ist das dann generell gegeben und zweitens, ist das bei der Onleihe dann auch so zu sehen?


    Warum frage ich das?

    Ich streiche nun mit meinem heißgeliebten Sony die Segel hinsichtlich Onleihe, denn mal geht es mal nicht, mal geht es, selbst bei den ADE-Versionen geht mal die mal jene, etc.

    Von der Bibliothek bekomme ich leider auch keine Rückmeldung, die mir Hoffnung macht, es geht eher in Richtung es gibt keine feste Richtung, mal dies mal das, je nach aktuellem Stand der Onleihe und Adobe.
    Mal bekommt man es über diesen Weg, mal über jenen, mal ein paar Wochen lang gar nicht hin.


    Klar, der Reader ist schon alt, nur habe ich die Befürchtung, wenn ich das hier bei den jeweiligen Readern so lese, es ist egal, welchen Reader ich nehme, es ist wohl immer ein halbes Glücksspiel, ob es klappt oder nicht.


    Deshalb bitte ehrlich antworten, wann kann man auf Besserung hoffen oder gibt es stabile Reader in Verbindung mit Onleihe? 2017 konnte ich mir, wenn mir das halb beim Gehen einfiel halb schon aus dem Haus ein E-Book auf den Reader laden und dann gemütlich in der S-Bahn lesen. Seit 2019 geht es nur noch am Abend vorher mal ausprobieren, herumdoktern, hoffen und sich freuen, wenn es nach längerer Zeit einmal klappt. Ich hatte inzwischen schon einen Tolino, das brachte aber auch keine große Verbesserung, außer dass ich da auch noch das Gerät furchtbar finde.


    Dabei fände ich Onleihe so genial, wenn nun endlich einmal Reader und Onleihe sicher und dauerhaft zusammenspielen würden.


    Also meint ihr, es einfach sein lassen oder habt ihr einen Geheimtipp, womit es klappen könnte?

  • Um zunächst auf deine 2. Frage einzugehen - schau dir doch einmal im benachbarten "e-Reader Forum" die Erfahrungsberichte derjenigen an, die bereits einen Pocketbook-Reader mit Farbdisplay nutzen - im Pocketbook-Bereich des Nachbarforums gibt es dazu einige Informationen von Nutzern dieser Reader mit vielen Abbildungen. Auch von einem Mitarbeiter von Pocketbook gibt es zu diesen neuen Readern eine Reihe von Informationen, um dir ein Bild zu machen.. Natürlich kommt es auch auf deine

    Lesegewohnheiten an, ob du also z.B. Comics oder Fachbücher mit farbigen Tabellen in der von dir genutzen Onleihe ausleihst. Bei einem "normalen" eBook sehe ich persönlich keine Notwendigkeit für ein Farbdisplay, du würdest ja nur das Cover farbig dargestellt sehen;).

    Wie du sicher in der Onleihe-Hilfe gelesen hast gibt es bei der Onleihe die Planung, sich von dem DRM von Adobe zu trennen, das DRM CARE wurde eingeführt, noch werden aber beide DRM Verfahren angeboten. Die eReader von Tolino (außer dem alten Tolino Shine) können das CARE DRM schon nutzen, Pocketbook wird aber folgen, wie in der Onleihe-Hilfe zu lesen ist.

    Ich selbst nutze noch den Tolino Shine und habe mit meinem Gerät bei der Nutzung der Onleihe keine Schwierigkeiten, dabei ist es gleich ob ich die Bücher vom PC aus ADE auf meinen Reader übertrage, den Weg ohne ADE wähle oder in der Onleihe-App ausleihe und das Buch dann auf meinem Reader öffne. Auf meinen Geräten klappt es also mit dem Zusammenspiel von Reader und Onleihe. Auswählen und Ausleihen tue ich der besseren Übersichtlichkeit wegen allerdings meist am PC oder Tablet, das Herunterladen und Lesen erfolgt dann direkt auf dem Reader. Möglich ist aber auch die Auswahl des Lesestoffes direkt auf dem Reader, auch wenn der Tolino Browser träge ist - das beweist mir meine Mutter (81 Jahre jung), die meinen Tolino Vision nutzt, keinen Internetanschluss und keinen PC daheim hat und sich bisher ihren digitalen Lesestoff im WLAN der Hamburger Bücherhallen besorgt hat und dies, sobald es wieder möglich ist, gern auch weiterhin machen möchte.

  • Wenn es einen Geheimtipp gäbe, wäre ich trotzdem skeptisch so einem zu trauen.

    Aber ich glaube es gibt ihn einfach nicht.

    Mit fast allen Readern gibt es immer wieder mal "Onleihe-Probleme" und manche Leute sind sehr gut darin, schnell aus der Problematik herauszufinden und andere stecken manchmal leider fest.


    Dass die Bibliothek sich lieber raushält kann ich als Mitarbeiter einer Bibliothek sehr gut verstehen.

    Erstens wollen wir für niemanden Werbung machen und zweitens will keiner von uns für irgendwelche Probleme auch noch verantwortlich gemacht werden.

    Alles schon erlebt..., die Leute sind da sehr schnell...:/

    Da man zur Zeit auch nicht in Geschäften nach Beratung fragen kann (die auch nicht immer gut läuft), bleibt einem nur die Erkundigung im Bekanntenkreis oder in Foren.

    Hast du schon mal hier nachgelesen?

    Zwar nicht speziell für die Onleihe, aber immerhin.

  • Es gibt bei den Herstellern jeweils so unterschiedliche Modelle - da muss sich wohl jeder selbst einen Überblick verschaffen. Wenn dir das eine Pocketbook-/Tolino-/sonstwas-Modell nicht gefällt, gefällt dir vielleicht ein anderes desselben Herstellers. Soll es sehr leicht sein oder kommt es beim Gewicht nicht so drauf an, soll er wasserdicht sein, ein reines Touchdisplay oder auch zusätzlich Blättertasten haben, Beleuchtung, Anpassung der Farbtemperatur etc...


    Ich habe mir vor über einem Jahr einen Tolino Shine 3 gekauft und bin sehr zufrieden. Bei mir läuft er. Bei anderen scheint er nicht so gut zu laufen. Also kann man nicht mal sagen: Dieses oder jenes Modell läuft immer. Und das bezieht sich nicht nur auf Tolino.


    Vor dem Kauf habe ich damals zwischen diesem Tolino und einem Pocketbook Touch HD 3 geschwankt - am Ende hat dann u.a. der Preis den Ausschlag gegeben. Beide eReader sind sehr leicht, deshalb hatte ich auch nur die beiden ins Auge gefasst.
    Was ich bei meinem Tolino nicht so schön finde, ist die glatte Rückseite. Spielt aber für mich keine Rolle, da ich sowieso eine Hülle mit toller Haptik verwende.

    Meine Tochter hat einen Tolino Vision 4HD und ist ebenfalls sehr zufrieden. Aber auch da gilt: andere User:innen sind mit dem Modell völlig unzufrieden.

  • Ich finde ehrlich gesagt keinen Reader wirklich optimal bei der Onleihenutzung. Zumindest wenn man mehrere Konten hat ist alles ziemlich umständlich.


    Praktischer sind die eInk-Tablets mit einem normalen Android, weil auf denen auch die Onleihe-App läuft.


    Am liebsten mag ich eigentlich mein 10"-Tablet, auf dem ich im Querformat zweispaltig lese, auch Graphic Novels oder Kochbücher, und mit dem ich auch Hörbücher hören und Filme schauen kann. Es ist aber größer und schwerer als ein Reader oder Tablet mit eInk und draußen im Sonnenlicht taugt es auch nicht.

    2 Mal editiert, zuletzt von Effi_Biest ()

  • sfsfsf

    Ich fühle mit dir. Ich nutze ebenfalls noch einen sony. Zur Zeit läuft es passabel mit dem herunterladen. Wie du sagst: es ist ein herum doktoren. Sind die Bücher, ich leihe meist einen ganzen Schwung auf einmal aus, erst mal auf dem reader, wird das wlan ausgemacht und dann gelesen. Dank seines Alters kann man die Bücher solange auch nach Ende der Leihzeit weiternutzen, wenn man das Datum zum Ausleihtag zurücksetzt und das wlan aus lässt.


    Sollte er dann doch das Zeitliche segnen, liebäugele ich mit dem pocketbook. Er ähnelt von den Möglichkeiten am ehesten dem sony.

    Deine Abneigung gegen tolino teile ich. Er ist nicht schlecht. Viele kommen gerade wegen seiner mangelnden Einstellungsmöglichkeiten sehr gut mit ihm zurecht.


    Wie meine Vorgänger schon sagten, es ist Geschmackssache und kein Gerät ist frei von Fehlern. Am besten schaust du dich im ereader-forum um und achte dann darauf, dass du beim Kauf eine Rückgabemöglichkeit bei Nichtgefallen aushandelst. Toitoitoi.

  • Ganz herzlichen Dank für die vielen Hinweise und Links.


    Wie du sicher in der Onleihe-Hilfe gelesen hast gibt es bei der Onleihe die Planung, sich von dem DRM von Adobe zu trennen, das DRM CARE wurde eingeführt, noch werden aber beide DRM Verfahren angeboten. Die eReader von Tolino (außer dem alten Tolino Shine) können das CARE DRM schon nutzen, Pocketbook wird aber folgen, wie in der Onleihe-Hilfe zu lesen ist.

    Ich werde nun im verlinkten Nachbarforum, in dem Mitarbeiter von Pocketbook sind oder einer ist, die Frage stellen, ob das in der Beschreibung der Pocketbooks bei der Webseite ein Hinweis ist, dass doch schon das neue DRM schon impementiert ist.

    Bei dem zeitlich in etwas in dem Rahmen auf den Markt gekommenen Geräten Lux 5 und Color Moon Silver steht nämlich:

    "Volle Unterstützung der ONLEIHE deiner öffentlichen Bibliothek"

    Was mich dann allerdings irritiert, beim neueren Pocketbook InkPad Color Moon steht das nicht.


    Ich bin gespannt, was da noch an Rückmeldung kommt.


    Zu den Hinweise für Kaleido und was das bringen könnte:

    Ich lese habe auch gerne Sachbücher für meine Hobbys im kreativen Bereich, da hoffe ich, dass ich dann bestimmte Sachen farbig sehe. Beispielsweise bei den Anleitungen.

    Meint ihr, das wäre möglich? Also die Abbildungen im Buch in Farbe?


    Dass die Bibliothek sich lieber raushält kann ich als Mitarbeiter einer Bibliothek sehr gut verstehen.

    Na ja, also wir haben eine wunderbare Bibliothek. Sowohl von der Bibliothek selbst, über die Angebote als auch die Mitarbeiter dort. Die sind immer sehr hilfsbereit und hochkompetent. Bei den Zweien, die ihren Schwerpunkt bei den digitalen Angeboten haben, stimmt einen schon etwas nachdenklich, wenn man bei denen zeitweise auch den Frust bezüglich er Onleihe heraushört.
    Ich habe aber auch so persönlichen Kontakt, weil ich mich im Jugendbereich engagiere, Jugendliche im Schulbereich Onleihe zeige und da die Bibliothek auch einen großen Bereich DaZ-Angebote hat und ich da auch aktiv bin und so kennt man sich. Kann auch sein, dass ich da mehr mitbekomme, weil ich beruflich im IT-Bereich tätig bin.

    Zitat

    Mit fast allen Readern gibt es immer wieder mal "Onleihe-Probleme"

    Toll, wenn wir unsere Angebote in unserer Firma so vermarkten würden, würden wir wohl selbst aktuell mit dem großen Mangel im IT-Bereich pleite gehen.


    Zitat

    Mit fast allen Readern gibt es immer wieder mal "Onleihe-Probleme" und manche Leute sind sehr gut darin, schnell aus der Problematik herauszufinden und andere stecken manchmal leider fest.

    Das Problem ist doch, die Probleme sind nicht nachvollziehbar, dass man darauf ordentlich reagieren könnte, außer mit Trial and Error.


    Was mich eben verärgert ist, dass ich Onleihe einige Jahre bis auf vielleicht ein oder zweimal im Jahr problemlos nutzen konnte, das ist auch vollkommen ok. Auch drei-/viermal, kein Problem, Dann kam der Knackpunkt.

    Es kam eine Zeit, in der man das Gefühl hatte, es ist mindestens ein- bis zweimal im Monat, streckenweise sogar pro Woche. Mal die Adobeversion, dann wieder die ältere, wenn man dann bei der war, ging die wieder nicht, also neuere, die angeblich gut lief, um dann wieder zu lesen, versucht es mit der (also die alte, die man schon mal hatte und eine zeitlang nicht ging) und siehe da, dann ging sie wieder. Inzwischen hatte ich auf mehreren PCs, Laptops die unterschiedlichsten Versionen und dann immer versucht das Gerät zu finden, dessen Version aktuell mal wieder laufen soll/könnte.

    Das nervt mich gewaltig, denn ich will einfach nur Bücher lesen und da ich mehrere parallel lese, sowohl digital über Onleihe, als auch in Papierform, dazu noch einige Magazine und am Wochenende auch bestimmte Zeitungen über die Onleihe, war das dann zeitweise alles andere als lustig. Da war dann Lesen über die Onleihe auf einem Ebook-Reader keine Entspannung und kein Anreiz mehr.

    Dann noch auf dem Tablet nicht mehr die Unterstützung von Bluefire, den ich im Magazin- und Zeitungsbereich besser als die Onleihe-App fand.

    Zumal diese ständigen Probleme für mich nicht nachvollziehbar waren. Klar, man konnte hier sehen, was geändert wurde, aber für einen selbst manchmal sogar zum Nachteil, beispielsweise als die E-Magazine - die waren es denke ich, nur noch als PDFs angeboten wurden.


    Bitte, das klingt nun übel, ich verdamme die Onleihe nicht. Ich wünsche mir nur wieder so ein Lesevergnügen, wie ich das früher bei der Onleihe hatte. Gespannt ein Buch ausgesucht, sich gefreut, wenn es gleich verfügbar war, ausgeliehen, losgelesen.

  • Meint ihr, das wäre möglich? Also die Abbildungen im Buch in Farbe?

    Ja, klar, auch wenn die Farben auf dem Reader etwas blasser nicht ganz so brillant wie im Original aussehen - schau dir am besten einmal die Abbildungen im Nachbarforum an, die dort von Benutzern der Pocketbook-Reader mit Farbdisplay gepostet wurden.

  • onleiherin

    Tststs die Möglichkeiten vom Sony darf man aber nicht so öffentlich machen. ;)


    Ich schleiche schon lange um die Pocketbooks, weil sie für mich auch am ehesten Nachfolger von einem Sony sind, weil man da einfach die Möglichkeiten hat und sogar selbst noch etwas daran "schrauben kann", wenn man sich auskennt. Auch wenn man sie in der Hand hält, das ist schon etwas anderes als ein Tolino, der für mich irgendwie wie ein Discountergerät daherkommt.


    So, und jetzt mal wieder typisch Frau:S: Als ich mich endlich für ein Pocketbook entschieden hatte, kamen die neuen heraus und da gab es dann kein rotes mehr, denn mein Sony ist natürlich das rote. Gleichzeitig war es als hätte das Gerät irgendetwas mit Adobe ausgehandelt, denn plötzlich hatte ich sechs Wochen lang kein Problem beim Ausleihen und ich las genüsslich auf meinem Sony weiter.


    Deshalb war ich so erfreut, als ich sah, dass sie wieder ein rotes Gerät anbieten, das ich in schwarz schon mal in der Hand hatte und für gut befand. Eben als Gerät zum Mitschleppen in öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Weg zur Arbeit und zurück oder zu dienstlichen Terminen - wenn es wieder normale Zeiten sind und ich dann nicht ständig Homeoffice mache.


    Das Gerät mit dem Kaleido new reizt mich einfach von der Technik her und weil es eben einige Sachen gibt, die ich darauf einmal sehen möchte. Denn auf dem Tablet geht es zwar auch, aber ich könne mir vorstellen auf einem EInk wäre das schon angenehmer für die Augen.
    Da Onlinekauf habe ich eine Rückgabemöglichkeit,

  • BettinaHM, danke, dann muss ich das wohl nun mal probieren.
    Die Bilder im anderen Forum kenne ich. Aber das ist mit Kaleido, also das ältere Gerät vom letzten Sommer mit dem Lux 5.

    Das neue 7,8" mit dem Kaleido new habe ich als Vorstellung auf einer anderen Ebookreader-Seite gesehen *grübel*, weiß nicht mehr, welche es war.

    Beim alten sah man doch schon einen ganz schönen Unterschied hinsichtlich des doch dunkleren Hintergrunds. Das soll sich eben mit Kaleido new sehr verbessert haben.

  • Hallo sfsfsf,


    ein paar thematisch verteilte Gedanken:


    "Volle Unterstützung der ONLEIHE deiner öffentlichen Bibliothek"

    Das stimmt ja mit oder ohne Care - mit Adobe-Id geht es ja auch bei Pocketbook auf jeden Fall. Die Trennung davon ist irgendwann das Ziel der divibib, aber das scheint nicht in absehbarer Zeit zu sein.


    "Mit fast allen Readern gibt es immer wieder mal "Onleihe-Probleme"

    Toll, wenn wir unsere Angebote in unserer Firma so vermarkten würden, würden wir wohl selbst aktuell mit dem großen Mangel im IT-Bereich pleite gehen."

    Schon recht, aber immer mitbedenken, dass das harte Leih-DRM technisch eine ganze Ecke komplizierter ist als das Wasserzeichen von Kauf-E-Books, die den harten Kopierschutz eben wegen der Schwierigkeiten und der Sinnlosigkeit am Ende wieder aufgegeben haben, was aber bei Leihbüchern nicht geht. Letztendlich gibt es das ganze Theater aber doch nur, weil die Verlage Panik haben, und eine einfachere (dem Internet-Zeitalter angemessene) Lösung für Kulturartefakte versäumt wurde. Die divibib (die nicht perfekt ist) muss jetzt also technische Lösungen entwickeln, um den alten Kopierschutz, der durch die Bindung des Inhalts an ein Trägermedium realisiert wurde und daher auch einfach in Bibliotheken umgesetzt werden konnte, fürs digitale Zeitalter zu reproduzieren. Da sind schon ganz andere dran gescheitert. (Tonie-Figuren sind, so gesehen, eine ziemlich clevere Erfindung).


    Wir haben hier im Haushalt einfachere Tolinos und einen inzwischen wohl als rüstig zu bezeichnenden Touch HD 2 im Haus. Wenn ich den in die Hand nehme, nachdem ich mich mit den Tolinos der Kinder rumschlagen musste, bin ich immer erfreut, dass es so viel besser geht. Da PB scheinbar ja kurz davor steht, Care einzuführen, fällt da ja auch das letzte Argument.

  • Ich bin von der vollen Onleihe-Unterstützung meines fast nagelneuen Pocketbooks dermaßen genervt, dass ich ihn wohl verkaufen und ganz gegen ein eInk-Tablet ersetzen werde. Geduldige Interessenten können sich gerne melden.


    PS: Das liegt nicht nur an Pocketbook, und als Reader für andere eBooks ist er wirklich toll, ich liebe es, damit zu lesen - aber die Prozedur, bis es soweit ist, hält mich zunehmend davon ab... :rolleyes:

    Einmal editiert, zuletzt von Effi_Biest ()

  • ich hab gestern unseren neuen Büchereitolino (Shine 3) eingerichtet und der hat mich echt total aggressiv gemacht *gequältes Kopfschütteln vorstellen* Zuerst wollte er sich ewig nicht mit unserem WLAN verbinden (haben wir seit dem Umzug im Dezember) - Erst als ich den NEUEN Reader, den ich nicht mal richtig eingerichtet hatte, nochmal auf Werkseinstellungen zurückgesetzt habe!! - hat er es dann endlich akzeptiert. Dann wollte er natürlich ständig das Update machen (hab ich dann auch installiert, weil er nicht mit der Adobe ID arbeiten wollte, blödes Ding!) Ich hab schon ein paar Reader aus der Tolino Flotte für meine Familie eingerichtet, also weiß ich, dass es auch ganz schnell und ordentlich gehen kann, aber das Gerät.. Ich hasse es jetzt schon :P

    Der Pocketbook Touch HD 3 hat nicht so rumgemietzt, da ging gestern alles ganz schnell und ohne Komplikationen.

  • Ich bin durch mit tolino, kann gar nichts mehr ausleihen, Datei ist fehlerhaft, sagt er bei jedem Buch. Kann auf Kobo alles lesen. Ich empfehle Kobo. Dagegen wirkt der tolino wie ein Badtel-Schülerversuch.

    Kobo addict

  • heißt, das klappt nicht so richtig? Also "volle Unterstützung" ironisch gemeint?

    Oder ist für Dich das Prozedere am Reader über den Browser allgemein so nervig, dass es die App willst?

    Ja, es war ironisch gemeint.


    Es ist eine Mischung aus allem - teils sind es Fehlfunktionen, teils liegt es am Browser des Readers, teils an der Reader-Onleihe.


    ZB ist der Browser etwas dement und vergisst immer mal wieder die eigentlich abgespeicherten Logindaten. Hat man mehrere Onleihen und will in jeder ein Buch herunterladen, muss man bei jeder einzeln durch das ganze Prozedere mit Bib auswählen, Zugangsdaten einfügen usw. Das heißt, wenn man die richtige gefunden hat, denn in den Favoriten heißt jede gleich und man kann sie auch nicht umbenennen. Teilweise passiert es auch, dass man die eine aufruft und die Inhalte der anderen angezeigt werden, wenn man noch nicht ausgeloggt war. Dann muss man sich in der Reader-Onleihe noch durch die Hörbücher und Vormerker quälen, bis man sein Buch gefunden hat. Mir unverständlich, warum diese Inhalte hier überhaupt alle zusammen angezeigt werden. So, und dann habe ich die acsm-Dateien beisammen und lade die Bücher herunter - und dann wird jedes einzelne Buch erstmal in den Reader gelesen und ich muss es abwarten und dann wieder schließen... bei ein, zwei Büchern kein Problem, bei zehn Büchern gehe ich dabei die Wände hoch.


    Wie unkompliziert und schnell ist es dagegen mit der Android-App auf dem Lesegerät...


    (Ich weiß, dass man den Reader-Browser mit diversen Methoden auch vollständig oder teilweise umgehen oder ergänzen kann, und so handhabe ich das auch derzeit. Bitte keine Tipps, ich weiß mir schon zu helfen. Aber eigentlich habe ich keine Lust mehr, mich von Workaround zu Workaround zu hangeln, ich wollte einen Reader und kein Bastelprojekt. Und eigentlich wollte ich das Gerät meiner schon etwas älteren Mutter geben, aber die ist trotz meiner bereits getätigten Anpassungen überfordert und liest jetzt doch lieber auf ihrem normalen Tablet, denn da kann sie selbst sowohl ausleihen als auch gleich herunterladen und lesen - ohne meine Unterstützung. Deshalb habe ich den Reader jetzt und quengele hier rum...)


    Ach ja, und dann kann man Onleihe-Bücher nur im Default-Reader lesen, und der kann nicht mal Spalten anzeigen im Querformat... auf einem 280-Euro-Gerät. Warum ist die kostenlose Pocketbook-App für Android so toll und die Default-App auf dem Reader so mau? Ich versteh das nicht. Die Pocketbooks sind echt tolle Geräte, aber mit der vernachlässigten Software machen sie sich vieles kaputt. Meine Meinung.


    Disclaimer: Ich vermute, dass die Reader-Konkurrenz auch nicht besser ist, eher im Gegenteil nach allem, was ich so mitbekomme. Mit denen habe ich aber keine Erfahrung. Und vieles liegt halt auch an der Reader-Onleihe.


    /Rant

  • Effi_Biest : vielleicht kannst du deinem Pocketbook Reader noch eine Chance geben? Der Erfahrungsbericht von beedaddy in diesem Thread hört sich doch sehr positiv an - und wenn du ein aktuelles Gerät hast sollte LCP/CARE ja demnächst durch ein Update implementiert werden, sofern dies noch nicht geschehen ist.

    Ich habe es gelesen, kann aber noch keine Verbesserung erkennen, es ist ja noch dieselbe Reader-Onleihe im selben Browser. Ob die Browserdemenz behoben wurde, lässt sich auch noch nicht sagen, für eine Party ist es also noch ein bisschen früh ;)

  • Hallo Effi_Biest,


    einen späten Dank für die ausführliche Rückmeldung.

    Mir ging es um die allgemeine Handhabung im Vergleich zum Tolino, wenn es darum geht, jemanden ein Gerät zur Nutzung der Onleihe zu empfehlen.

    Die von Dir beschriebenen Umständlichkeiten, die ich bei Deinem Nutzungsverhalten völlig nachvollziehen kann, fasse ich für mich mal unter "Nervkram für Power-User" zusammen (mehrere Onleihen, Download "auf Vorrat"). Die sind beim Tolino definitiv nicht besser (die konnten sich bis vor kurzem nicht mal eine Onleihe ordentlich merken), eher schlimmer, weil zumindest die einfachen Tolinos ja auch sehr zäh laufen.


    Damit bleibt für mich als Empfehlung für die breite Masse, die einen E-Book-Reader für die eine Onleihe möchten, auf dem sie dann ein Buch zur Zeit lesen, Pocketbook als Option bestehen. Für viele dürfte es die bessere Wahl sein, gerade auch, wenn jetzt Care implementiert wird.

    (Wie der deutsche Großbuchhandel es geschafft hat, Tolino bei gefühlten 80% als einzige Wahl für die Onleihe/als nicht-Kindle-Reader im Kopf festzusetzen, wäre eine andere Diskussion).