eBook Auswahl der verschienen Onleihe-Bibliotheken

  • Kann mir jemand erklähren, wieso die Auswahl an eBooks in den verschiedenen Bibliotheken so unterschiedlich ist.

    Bin davon ausgegangen, dass alle das volle Programm haben!

    Jetzt habe ich festgestellt, dass meine Bibliothek nur 4000 eBooks (davon die Hälfte Sachbücher) hat. :(


    eBook-Bestand bei Onleihe in D-A-CH (zufällige Auswahl)


    42.713 Hamburg

    28.726 München

    28.559 Wien

    26.739 Franken Onleihe

    22.554 DiBi Ostschweiz

    21.027 Linz

    14.930 DiBiZentral (Zentralschweiz)

    10.984 Onleihe Bodensee Oberschwaben

    7.856 Graz

    7.373 Hegau Bodensee

    6.830 Innsbruck

    4.023 Bibnetz Schweiz Onleihe (Aarau, Basel, PB-Zürich, ...)


    Quelle: Jeweilige Onleihe Webseite

  • Was und wieviel angeschaft wird entscheidet jeder Verbund individuell. Die Geldmittel sind ja überall ganz unterschiedlich, dementsprechend auch der Umfang der Onleihe.

    "The right man in the wrong place can make all the difference in the world." - G-Man, 2004

  • Und dann hängt es noch davon ab, wie viele Bibliotheken dem Verbund angehören und mitfinanzieren. In Schleswig-Holstein sind es etwa 100. Falls du Gelegenheit hast in die Ausleihstatistik deiner Bibliothek zu sehen, wirst du feststellen, dass der Anteil an Onleihe-Ausleihen noch ziemlich gering ist.

  • Wie bei gedruckten Büchern auch, muss jede Onleihe die eBooks erst einmal kaufen, bevor sie sie verleihen kann. Die eBooks gibt es nicht automatisch und umsonst. Deshalb unterscheiden sich die Bestände (nicht nur von der Größe sondern auch inhaltlich). So wie deine Bibliothek vermutlich weniger Bücher vor Ort anbietet als die nächste Großstadtbibliothek aber mehr als die nächte Dorfbücherei. Und so wie die bayerische Bibliothek mehr Bayern-Krimis verlieht als die in Niedersachsen.

  • Das ist ja alles klar.

    Aber, ich hätte einfach erwartet, dass beim Bibnetz Schweiz Onleihe, das Zürich (12 Bibliotheken), Winterthur (9 Bibliotheken), Stadt Basel (11 Bibliotheken), Aarau, Riehen und Zofingen zusammen mehr als 2000 Romane und 2000 Sachbücher anbieten. :(

    Übrigens die PB-Zürich alleine hat 500'000 Medien :o


    Das ist in keinem Verhältnis zur Anzahl Bibiotheken und Nutzer.

    Dass in der Zentralschweiz mehr eBooks gelesen werden (3,5 x so viel Auswahl), kann ich mir auch nicht vorstellen. Oder Linz, oder Hamburg.


    Werde mich an meine Bibliothek wenden und sie dasselbe fragen.

    Einmal editiert, zuletzt von pjw ()

  • Aber, ich hätte einfach erwartet, dass beim Bibnetz Schweiz Onleihe, das Zürich (12 Bibliotheken), Winterthur (9 Bibliotheken), Stadt Basel (11 Bibliotheken), Aarau, Riehen und Zofingen zusammen mehr als 2000 Romane und 2000 Sachbücher anbieten.

    Bieten diese Bibliotheken denn schon lange die Onleihe an? Sonst kann es auch sein, dass der Bestand eben noch im Aufbau ist. Allerdings kam ich bei meiner Recherche auf 2000 Sachbücher und 3700 Romane. Das ist tatsächlich für große Bibliotheken recht wenig und von daher bin ich gespannt, was deine Bibliothek dazu sagt.

  • Der Verbund existiert seit mind. 5 Jahren.

    Auf meine Anfrage bekam ich folgende Begründung:

    Code
    die Bibnetz Onleihe hat sich dafür entschieden, ein hohes Angebotsprofil zu schaffen. Das bedeutet, dass wir von populären Bücher viele Exemplare anschaffen. Demensprechend bieten wir unsere 4'000 Titel auf über 16'000 Exemplare an.

    :huh:


    Code
    Nach unserer Erfahrung werden E-Books vor allem unterwegs und in den Ferien gelesen. Für diese Verwendung sind Bestseller aus den Bereichen Krimi & Thriller sowie Romance extrem populär und da unsere Ressourcen (genau wie die der andern Verbünde) beschränkt sind konzentrieren wir uns genau auf diese Bestände in hohen Exemplarzahlen. 

    Und das kostet in der Schweiz CHF 30-65.- X(


    Ich verstehe es immer noch nicht >500'000 Medien, 16000 eBooks aber nur 4000 verschiedene zur Auswahl, die Mehrheit Krimi und Romance. ;(;(;(

  • Interessantes Anschaffungsprofil..


    Die von dir genannten über 500.000 Medien haben aber mit der Anzahl der eBooks trotzdem recht wenig zu tun und eignen sich deshalb auch nicht wirklich als Vergleich. Da sind die Preise, Konditionen etc komplett andere, ebenso wie der Zeitraum, in dem diese angeschafft wurden. Und wenn du mit PB-Zürich die Bibliothek der Pädagogischen Hochschule meinst - das ist eine wissenschaftliche Bibliothek mit einer ganz anderen Ausrichtung. Die werden z.B. auch viel Altbestand, Sondersammlungen usw. haben. Kein Vergleich zu einer Onleihe mit Belletristik-Schwerpunkt.


    Nichtsdestotrotz sind 4.000 verschiedene eBooks für einen Verbund sehr wenig, gerade wenn er schon 5 Jahre besteht. Unsere Onleihe gibt es genauso lange und sie hat über 11.000 Titel - Mehrfachexemplare nicht mitgerechnet.

  • Ich meine , dass eine Bücherei für das ganze Jahr da sein sollte und nicht nur für den Urlaub. Manche Leute haben auch im Winter mehr Zeit zum Lesen wie im Sommer (z.B. wegen dem Garten) oder lesen einfach das ganze Jahr über viel. Und es sollte m.E. für jeden Geschmack was angeboten werden. Ich persönlich mache mich aus Krimis und Liebesromane auch nicht allzu viel.

    pjw Du kannst versuchen mal einige Anschaffungswünsche zu äußern. Und sonst das Geld für die Jahresgebühren vielleicht für den Kauf von Büchern nach deinem eigenen Geschmack zu verwenden. Ich selber zahle bei der örtliche Stadtbücherei 15€ pro Jahr (Papierbücher und Onleiheverbund). 80-90% der dort angebotenen Bücher interessieren mich auch nicht, aber ich finde dort immer etwas nach meinem Geschmack.

  • Ist das in der ganzen Schweiz so, dass so wenig (4000) onleihe-Medien bei den Bibliotheken angeboten werden?

    Der Jahresbeitrag wird nicht für die onleihe anfallen, sondern für das

    komplette Angebot (500 000 Medien) plus onleihe.


    In Deutschland sind Jahresbeiträge, so viel mir bekannt ist, nirgends höher als 40€.


    Hier habe ich eine kostenlose Bibliothek und München kostet 20€.

    Jedenfalls kann man da nur überzeugungsarbeit leisten, indem man Beispiele bringt und das gelingt vielleicht mit Ausleihstatistiken von anderen Regionen.

  • In Deutschland sind Jahresbeiträge, so viel mir bekannt ist, nirgends höher als 40€.

    EIn Gebührenvergleich zwischen Schweizer und Deutschen Bibliotheken ist herzlich sinnlos, da die Schweiz ein generellen EInkommens- und Preisunterschied zu Deutschland hat.

    "Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben" - Alexander von Humboldt

  • EIn Gebührenvergleich zwischen Schweizer und Deutschen Bibliotheken ist herzlich sinnlos, da die Schweiz ein generellen EInkommens- und Preisunterschied zu Deutschland hat.

    Mag sein, dass das sinnlos ist.

    Die Gebühren von Bibliotheken sind ohnehin niemals ausreichend für einen ordentlichen Bibliotheksbetrieb.

    Wenn wir von unseren eingenommenen Gebühren einkaufen müssten......;(

    Innerhalb Deutschland gibt es z.B. Gemeinden mit kostenlosen sehr gut ausgestatteten Bibliotheken und solche mit Jahresgebühren und weniger attraktivem Angebot.