Problem der Neuausgaben mit neuem Titel

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onleihe:hilfe
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  • Wie geht man seitens der Divibib/Onleihe damit um, wenn Bibliotheken auf Neuausgaben hereinfallen, die aufgrund eines veränderten Titels nicht auf Anhieb als solche erkennbar sind?

    Ist es Schulterzucken nach dem Motto selbst Schuld, wenn ihr vor dem Kauf der Lizenzen nicht recherchiert habt oder gibt es gegebenfalls die Möglichkeit zur Rückgabe von Lizenzen? Würde zumindest irgendetwas im Medienkatalog vermerkt um weitere Verbünde auf solche Titel aufmerksam zu machen um sie vor etwaigen Fehlkäufen zu schützen?


    Macht es im Zusammenhang mit der onleihe im Zweifelsfall einen Unterschied, ob nur der Titel oder evtl. auch ein paar Rechtschreibfehler korrigiert wurden? Wie sieht es aus, wenn der neue Verlag beispielsweise zumindest eine Neuübersetzung veranlasst hat? Letzteres ist aus meiner Lesersicht die einzige Variante, die für mich zu einer "echten" Neuausgabe führen würde. Ob ich das prinzipiell gut heiße, ist wieder etwas ganz anderes.

    Konkreter Fall: Bd.3 einer Reihe ist in Hessen deshalb mit satten 11+5 Exemplaren im Bestand. Von den Bänden 1 und 2 gibt es aber nur 6 bzw. 8 Exemplare.

  • Magst du mal die Titel nennen, auf die du dich beziehst?


    Grundsätzlich ist der Doppelkauf ein Problem der Bibliotheken - das ist bei gedruckten Büchern nicht anders, die kann ich auch nicht zurückgeben, wenn ein Leser feststellt, dass er das Buch schon unter einem anderen Titel ausgeliehen hatte.


    Da die Daten von den Verlagen kommen, sehe ich hier auch kein Verschulden der divibib. Selbst wenn im Kleingedruckten irgendwo “früherer Titel: xy“ steht, wird das übrigens auch kaum jemand beim Einkauf lesen.

  • Es handelt sich um die Slated Reihe von Teri Terry. Bd. 3 erschien wohl ursprünglich unter dem Titel Vernichtet und dann unter dem Titel Bezwungen.

    Im Opac meiner Heimatbib wurde der Titel für den Präsenzbestand entsprechend verlinkt und mit einem Vermerk versehen.

    RLP und Hamburg haben auch beide Versionen. In mehr Onleihen habe ich nicht nachgeschaut.

  • Das sehe ich immer wieder, dass neue Versionen, manchmal sogar mit demselben Titel, angeschafft werden, obwohl es den Titel bereits gibt, manchmal seit Jahren.


    Ich habe beim Onleiheverbund Hessen vor Jahren deswegen mal nachgefragt. In einigen Fällen ist es so, dass Lizenzen nachgekauft werden sollten und man die ursprüngliche Version des Buches nicht mehr bekommen konnte, sondern nur noch eine neuere Ausgabe, so dass die Bestände nicht miteinander verschmolzen werden konnten.


    Aber das erklärt nicht alle Fälle. Gerade heute ist mir zum Beispiel das Buch "Das flammende Kreuz" von Diana Gabaldon aufgefallen. Einmal angeschafft am 28.08.2013 mit 2 Exemplaren und noch mal am 11.12.2019 mit 3 Exemplaren.

  • Ich stolpere auch immer mal wieder über ähnliche Situationen. Ein anderer Klassiker wären z.B. Audios, bei denen es die gekürzte Version 6 mal und die ungekürzte nur einmal gibt. Und als Audiofan frage ich mich warum man u.U. irgendwo 10x Band 3 als ebook, aber 0x als Audio hat, obwohl man zu Band 1+2 beides im Bestand hat.
    Mir ist auch klar, warum spätere Serienbände oft in höherer Stückzahl angeschafft wurden und vielleicht gibt es auch ein Audio erst später. Da würde ich seitens der Divibib aber auch Unterstützung erwarten. Technisch ginge da was.


    Bei der Highlandersaga liegt es definitiv am Verlagswechsel. Die alten Ausgaben können nicht mehr nachgekauft werden. Dort gab es für die Titel aber auch ein neues Lektorat und eine neue Übersetzung. Zur Qualität kann ich nichts sagen. Die Motivation etwas Gutes daraus zu machen, war da.


    Die Varianten mit den neuen Titeln betrachte ich allerdings als absolute Unart. Mir ist nicht klar, in welchem Ausmaß das inzwischen passiert. Je nachdem wäre es schon angebracht, dass die Divibib sich etwas einfallen lässt.

    Leider klingt es aber danach, als könne ich mir die Mühe mich deshalb an den OVH zu wenden sparen.

  • Erklärungsversuch:

    in der Frage nach audio-versionen zu gedruckten Büchern habe ich mich mal an die Verlage gewandt. Die Antwort des Verlags: ob und wie ein Buch vertont wird, hängt von vertraglichen Regelungen oder anderen Gründen ab.:/


    Bei den neu benannten Titeln liegt oft ein Verlagswechsel vor.

    Es gab möglicherweise eine Adaption an TV oder so und der Verlag erhofft sich neue Käufer, die die Adaption kennen.

    Oder er "modernisiert" die Optik des Covers.

    Oder er lässt es neu übersetzen und der neu benannte Titel passt so dann besser.

    Ziel sind wohl immer optimierte Einnahmen. :/


    Wie an anderer Stelle schon erwähnt wurde, bekommt die divibib die Daten als Paket mit n Titeln drin. Geprüft wird nicht, wie und welche Informationen enthalten sind.

    Die Bibliotheken können beim bestellen nicht unendlich Zeit für die Recherche aufwenden, ob und wie der Titel verändert ist.

    Dann kommen noch Lizenzänderungen dazu. Beispiel: Vor 7 Jahren gab es Titel mit unbefristeten Lizenzen. Heute gibt es die Titel zwar noch, aber nur mit befristeter Lizenz. Technisch gesehen, ist das ein anderer Datensatz und kann nicht mit dem alten verschmolzen werden.


    Können die Experten hier das so bestätigen? Berichtigt mich bitte, wenn ich falsch liege. :)

  • Die Bibliotheken können beim bestellen nicht unendlich Zeit für die Recherche aufwenden, ob und wie der Titel verändert ist.

    Das ist der große Punkt, je nachdem wie viele Titel neu in den Shop kommen muss man schon viel durcharbeiten. Und man hat dann auch nicht immer gleich im Kopf, dass der Titel doch schon älter ist. Je nachdem bleibt neben der Arbeit "vor Ort" auch nicht immer so viel Zeit für die Onleihe, dann kann man eben schon allein aus Zeitgründen nicht alles abprüfen.


    Wenn von einem späteren Band mehr Exemplare vorhanden sind kann es auch sein, dass der dann plötzlich viel gefragter war... Bei den ersten Bänden haben sich die Leser vielleicht über einen längeren Zeitraum verteilt und dann haben alle auf Band 3 gewartet. Haben wir auch manchmal bei Buchreihen vor Ort.

    Die Varianten mit den neuen Titeln betrachte ich allerdings als absolute Unart. Mir ist nicht klar, in welchem Ausmaß das inzwischen passiert. Je nachdem wäre es schon angebracht, dass die Divibib sich etwas einfallen lässt.

    WEnn der Verlag die Information nicht mitliefert, dass der Titel geändert wurde und es eigentlich alter Schund ist, dann kann die Divibib das auch nicht kennzeichnen. Und bei der Menge an Titeln die geliefert werden ist wie gesagt eine Nachbearbeitung nicht möglich, das wurde schon öfters kommuniziert. Und die Verlage lassen sich da auch ungern was sagen...