Beiträge von ThomasK

03.12.2019 | Geänderte Eingabe für das DRM im Tolino
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05.12.2019 | Die Onleihe zieht um
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    Ach Petra, letzten Monat hast Du uns wieder mit einigen frommen Werken aus ebenso frommen Verlagen beglückt. Das Glanzlicht dieser Bemühungen ist zweifellos der Titel Wunder - was ist wirklich dran? von Lee Strobel, erschienen im evangelikalen GerthMedien-Verlag.


    Lee, der nach eigener Aussage früher mal Atheist war, aber heute davon überzeugt ist, "dass Wissenschaft [...] Geschichte und sogar die Vernunft selbst die christliche Weltanschauung [...] unterstützen", wägt ab, ob es Wunder gibt und ob Gott noch immer mit ihnen arbeitet. Lee will natürlich fair sein, weshalb im ersten Kapitel ("Was gegen Wunder spricht"), sogar der prominente Atheist Michael Shermer in einem Interview zu Wort kommt. Schade, dass Shermer im weiteren Verlauf des Buches keine Gelegenheit mehr erhält, seinerseits den schlauen Erwiderungen einiger, von Lee ausgesuchten, Koriphäen zu antworten.


    Eine dieser Koriphäen ist der Kriminalbeamte J. Warner Wallace, der nach eigener Aussage früher mal – wie auffallend viele evangelikale Christen :saint: – Atheist :evil: war. Wallace, der "die Evangelien mithilfe verschiedener Ermittlungstechniken einer peinlich genauen Analyse, inklusive dem, was Kriminalisten 'forensische Aussagenanalyse' nennen" unterzog, kam dadurch zu dem Schluss, "dass das Christentum ohne jeden Zweifel wahr" ist: "Die Antworten führten schließlich zu der Überzeugung, dass Jesus hier in Raum und Zeit tatsächlich das Grab besiegt und so einen überzeugenden Beweis seiner Göttlichkeit geliefert hat." Dazu scheint Wallace mehrere Bibeln mit "selbstgemachte[n] Registertabs, Notizen in winziger Schrift am schmalen Rand und Unterstreichungen nach einem Farbsystem" versehen zu haben – was mich durchaus an die Figur des John Forbes Nash im Film "A Beautiful Mind" erinnert, der die Wände seiner Gartenhütte mit Diagrammen zu seiner persönlichen Verschwörungstheorie tapeziert hatte.


    Ein weiterer Gewährsmann Lees ist Benjamin Solomon Carson, ein Arzt, der sich durch Trennungsoperationen siamesischer Zwillinge Ruhm erwarb und heute als Minister in Trumps Kabinett wirkt. Carson, Mitglied der Denomination der Siebenten-Tags-Adventisten, bestand eine Abschlussprüfung seines Medizinstudium angeblich nur durch das übernatürliche Eingreifen Gottes – also: einem Wunder. Leider steht zu vermuten, dass es Carson, der auch schon durch homophobe Äußerungen und die Leugnung der menschengemachten globalen Erwärmung unangenehm auffiel, mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt: z.B. hatte er – anders als er in seiner Biografie beschrieb – kein umfassendes Stipendium von West Point erhalten.


    Noch ein Gewährsmann Lees ist dessen Freund William Hybels, Gründer und lange Zeit leitender Pastor der Willow Creek Community Church, deren Mitglied auch Lee Strobel ist. Lee zitiert Hybels: "[Gottes] Worte haben mich neue Wege einschlagen lassen, haben mich vor Versuchungen bewahrt und mir in Zeiten größter Verzweiflung neue Kraft geschenkt". Was die "Versuchungen" angeht, hatte Gott leider nur mäßigen Erfolg: Hybels musste letztes Jahr wegen sexueller Übergriffe gegenüber ehemaligen Mitarbeiterinnen und weiblichen Gemeindemitgliedern vom Amt des Hauptpastors der Willow Creek Community Church zurücktreten.


    Der Autor von Wunder - was ist wirklich dran? beruft sich auf Hobbyforscher, Fanatiker, Schwindler und Heuchler. Vielleicht ist das größte Wunder, dass es immer noch Leute zu geben scheint, die sich von solchem Bockmist überzeugen lassen.

    Ich sehe dieses Cover durchaus kritisch. Aber ich sehe auch einen deutlichen Hang zur Selbstdarstellung...

    Und ich sehe den deutlichen Hang einiger Teilnehmer, sich hier als moralische Instanz zu gerieren, aber nur so lange es darum geht, auf mich einzudreschen. Wenn allerdings ein unbequemes Thema zu diskutieren wäre, schrumpeln die gleichen Teilnehmer auf das Format pseudowitziger Opportunisten.


    Ich habe nichts dagegen, wenn ab jetzt Kakaokau die Diskussion vorantreibt und vielleicht sogar den OVH (und andere betroffene Onleihen) dazu zu bewegen vermag, die unsäglichen Wumbaba-Titel aus dem Angebot zu nehmen. Ich würde mich dann ganz still zurückziehen. Ich bin ja mal gespannt ...

    Darum scheint es dir zu gehen.

    Und deshalb hast Du mir auch einen Thumb-up gegeben. Nein, hast Du nicht. Wenn es mir nämlich darum ginge, würde ich mich dem Klüngel anschließen, der sich hier gegenseitig in seiner Filterblase bestätigt und jedem, der diese Harmonie stört nach Kräften in die Waden beißt. Konnte ich Dir das klarmachen?

    Achtung Satire!*) Aber genau so würde ich mir das nach den Beiträgen, die einige Bibliothekarinnen hier verfasst haben vorstellen:


    In der örtlichen Bliothek findet heute abend eine Lesung der britischen Autorin Reni Eddo-Lodge über ihr neues Buch Warum ich nicht länger mit Weißen über Hautfarbe spreche statt. Kurz vor Beginn der Veranstaltung geht die Bibliothekarin noch mal prüfenden Blickes durch die Räume. Da entdeckt sie doch tatsächlich in einem der Regale (unter "Witz - Satire") zwei Bücher, die sie heute irgendwie stören. Mit schnellem Griff entfernt sie diese Werke und lässt sie für die Dauer der heutigen Veranstaltung in der Schublade ihres Schreibtisches verschwinden. Daraufhin begibt sie sich zum Eingang und empfängt mit großer Herzlichkeit den Stargast der heutigen Veranstaltung.


    So jetzt warte ich noch auf die üblichen Verdächtigen, die darauf antworten und sich gegenseitig Thumb-Ups zuschieben. Danke, ihr seid ein großartiges Publikum!


    *) divibib-support bat mich um eine entsprechende Kennzeichnung, da es Foren-Leser gäbe, die Probleme mit der Unterscheidung zwischen ernsten, ironischen und satirischen Beiträgen hätten.

    Zitat aus dem Artikel: [...]

    Auch wenn ich Hackes Argumentation alles andere als überzeugend finde, danke ich Dulcinea dafür, dass sie dieses Thema nicht ins Lächerliche zieht und sich einem Diskurs stellt, der m. E. bitter notwendig ist.


    Zitat von Genix aus einem Kommentar zu dem Artikel:

    »Wer ein harmloses Buch schreibt, kann dann auch einen harmlosen Titel wählen. Es ist scheinheilig, nach all den Jahren Bedenkzeit, immerhin besser belehrt durch den „braunen Mob“, die das geduldig erklären, die naive Unschuld zu geben. Das N-Wort wird ganz gern auf Titelseiten gepackt, die Ausgabe der sonst seriösen „Zeit“ beweist das, um mit dem Tabubruch Kasse zu machen.«


    Weiteres Zitat, von Paul Gomes:

    »Harmloses Buch? Hacke inszeniert sich als Opfer.

    Es ist sehr schade, dass sich Axel Hacke hier so als Opfer inszeniert. Es ist ganz klar, dass er den Titel+Bild "reißerisch" machen wollte, damit sich das Buch gut verkauft. Jeder moderne Rassist fühlt sich dadurch bestätigt, dass es ja eh OK ist, solche Wörter zu benutzen.

    Einige gute Argumente, warum Hackes verhalten problemtisch ist, findet man hier:

    https://www.glokal.org/ki...

    https://www.gopetition.co...

    http://www.zeit.de/kultur...«

    Ich finde es allerhand, dass sich jemand, der diese amüsanten 'Verhör-Geschichten' prima findet, sich als 'politisch inkorrekt' bezeichnen lassen muss

    Es geht erstmal nicht um die Geschichten. Nur um das Cover. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sehr viele Leser, denen die Geschichten gefallen haben, am Cover Anstoß nehmen, weil sie dessen rassistischen Gehalt durchaus erkennen und diesen ablehnen. Es geht auch nicht um politisches Ereifern, sondern ganz einfach darum, dass auch auf die Gefühle von Mitmenschen Rücksicht genommen wird, die durch dieses mit rassistischen Stereotypen durchsetzte Cover herabgewürdigt werden.


    Ist ein Cover mit herabwürdigender Karikierung und Schimpfnamen für schwarze Menschen in Ordnung? Nein! Genausowenig wie es ein Cover mit Schimpfnamen und entsprechender Karikierung (statt Wulstlippen und Knochen im Haar vielleicht mit Hakennase und Geldsack???) für Juden oder irgendeine andere Minderheit wäre. Ist das so verständlich?

    Man hätte das Buch vielleicht Agate Bauer nennen sollen?

    Auf alle Fälle!


    Zu allem Überfluss gibts mittlerweile auch noch diesen hässlichen Schlüsselanhänger:

    Mir ist unbegreiflich, wie Hacke und sein Verlag so weit gehen konnten, bzw. nach der Reaktion auf sein Buch weitere Ausgaben und Folgen nicht entschärften. Ich kann mir das nur so erklären, dass sie bewusst auf dieser Welle reiten um sich bei einem "politisch inkorrekten" Publikum anzubiedern.

    Übrigens soll ich Grüße von Agathe Bauer ausrichten!

    Lieber divibib-support, das finde ich ziemlich unangebracht von Dir, das Thema derart ins Lächerliche zu ziehen.


    Oder Willst Du mir tatsächlich einreden, dass Dir nicht aufgefallen ist, dass das Titelbild nur so von rassistischen Stereotypen strotzt?

    • N-Wort?
    • Wulstlippen?
    • Bastrock?
    • Knochen im Haar?

    Ich finde, dass es von wenig Sensibilität zeugt, diese Werke in den Bestand des OVH aufgenommen zu haben und es in Anbetracht dessen, dass diese Darstellung durchaus geeignet ist, mancher Menschen Gefühle zu verletzen, darüber nachgedacht werden sollte, diese Medien aus dem Bestand zu nehmen. Vielleicht findet dieses Anliegen ja Unterstützung auf diesem Forum und man bringt eine Art Petition zustande, dies zu veranlassen.


    Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Du da mitziehen würdest.

    Was haltet ihr denn hiervon:


    Ich finde Covergestaltung und Buchtitel – na, sagen wir mal – irgendwie seltsam.

    Ist das jetzt eher:

    • Sorry, nicht lustig... oder:
    • Haha. Sehr lustig?

    Das Buch ist zusammen mit 5 weiteren, ähnlichen Büchern und Hörbüchern seit etwa 10 Jahren im Angebot des OVH. Und einigen weiteren Onleihen.

    "Moderation" kennst Du? Und den Unterschied zu einem "Upload-Filter"?

    Manchmal scheint mir dieser Unterschied eher marginal zu sein.


    Ich wäre mir nicht sicher, ob wirklich jede Moderatorin*) einen Turing-Test bestehen würde.


    *) ich verzichte auf die Verwendung der männlichen Form. Männliche Moderatoren sowie Bots, bei denen man sowieso nicht von einer irgendwie gearteten Geschlechtszugehörigkeit ausgehen kann, sind immer mitgemeint.

    Zitat

    Beitrag von ThomasK (Vor 13 Stunden)

    Dieser Beitrag wurde von ssb_gun aus folgendem Grund gelöscht: Sorry, nicht lustig... (Vor einer Stunde).

    Es scheint bereits einen Uploadfilter auf diesem Forum zu geben.

    Ich habe mit der Erwähnung der drei Bücher nur deine Behauptung "das erste Impfbuch, das seit über 2 Jahren mitten in einer öffentlichen Debatte über Impfpflicht/-zwang usw. neuangeschafft wurde"widerlegt.

    Wenn ich schreibe "Über das Impfen habe ich im OVH folgende gefunden:" und dann die Impfbücher des OVH-Bestandes aufzähle und tatsächlich nur eines davon seit über 2 Jahren neu angeschafft wurde, hast Du mitnichten irgendwas widerlegt außer der Hypothese, dass Du nachdenkst bevor Du drauflosschreibst.

    Egal, was jetzt noch kommt, ich ziehe mich an dieser Stelle zurück.

    Hoffentlich kann man sich wenigstens darauf verlassen.

    Wie bereits angemerkt, sind auch die gedruckten Werke Anschaffungen und gehören zum Bestand.

    Ganz genau!

    Stadtbücherei Frankfurt:

    Bei rudimentärer Suche ausschließlich unter dem Stichwort "Impfen" erhält man 14 Treffer; drei dieser Bücher sind aus dem Jahr 2018.

    Zwei von Hirte (Knaur), eins von Sieveking (Herder).

    Ich hoffe, Du machst diese "rudimentärer Suche" nicht zur Grundlage irgendwelcher Tatsachenbehauptungen. Denn: dem OVH gehört nicht nur die Stadtbücherei Frankfurt an, sondern etwa 100 weitere Bibliotheken in ganz Hessen. Auch in deren Katalogen musst Du recherchieren, willst Du dich nicht dem Vorwurf des Betreibens "puren Rätselratens" aussetzen. Das dürften so 800 bis 1000 Einträge sein – melde Dich gerne wieder, wenn Du soweit bist. :D

    und könnt euch wieder dem eigentlichen Thema hier zuwenden

    Gerne. Wie lautete es nochmal? "Gefährlicher Mist"!


    Also es gibt in der Stadtbücherei Frankfurt mindestens 10 Medien aus dem Kopp-Verlag. Möglicherweise einige mehr:

    • Die Asyl-Industrie
    • Gekaufte Journalisten
    • Mit Gold durch die Krise
    • Mekka Deutschland
    • Nahtod, Jenseits, Reinkarnation (DVD)
    • Kontrollverlust
    • 2016 - das andere Jahrbuch
    • 2017 - das andere Jahrbuch
    • 2018 - das andere Jahrbuch
    • 2019 - das andere Jahrbuch

    Im OVH kein einziges.

    Eine Bibliothek/Bücherei besteht nicht nur aus Neuanschaffungen. Der komplette Bestand ist entscheidend, und spielt auch mit eine Rolle für das, was neu angeschafft wird.

    Über das Impfen habe ich im OVH folgende gefunden:

    • Gesundheitshandbuch für Fernreisen
    • Impfungen
    • Quickfinder Babys erstes Jahr
    • Babyrotz & Elternschiss
    • Kinder-Krankheiten
    • Maßvoll impfen
    • Immun
    • Impfen - ja oder nein
    • Rund ums Impfen

    Außer "Rund ums Impfen" alle von 2016 oder früher. Ich habe die jetzt nicht intensiv unter die Lupe genommen und gut möglich, dass es weitere Bücher über Babys, Kinderaufzucht usw. gibt, in denen das Thema ebenfalls angeschnitten wird.


    Nur soviel: Quickfinder Babys erstes Jahr scheint die Impfempfehlung auch davon abhängig zu machen, ob Eltern, Tagesmutter oder Großeltern in der Lage sind, ein "an einer Kinderkrankheit erkranktes Kind möglicherweise auch über Wochen zu pflegen". Beinahe so, als ob das Leid des Kindes und eventuelle Spätfolgen keine Rolle spielen, solange sich nur die Eltern mit der Pflege nicht überfordert fühlen.


    Immun ist, glaube ich, ein ausgesprochen impfbefürwortendes Buch. Ich habs aber nicht gelesen. Die meisten der anderen Bücher dürften Befürworter einer "individuellen" Entscheidung beim Impfen sein, was allerdings durchaus fragwürdig ist, im Sinne des angestrebten Herdenschutzes oder gar der Ausrottung einer Infektionskrankheit.


    Dass das erste Impfbuch, das seit über 2 Jahren mitten in einer öffentlichen Debatte über Impfpflicht/-zwang usw. neuangeschafft wurde, ausgerechnet "Rund ums Impfen" des "Netzwerks Impfentscheid" war, finde ich nach wie vor keine gute Entscheidung.

    Deinen letzten post finde ich unter der Gürtellinie! Er ist meiner Meinung nach nicht sachlich! Er klingt für mich nach "beleidigt, dann keile ich aus".

    Finde ich nicht. Mit ihrer überheblichen Besserwisserei gepaart mit Geheimniskrämerei liegt der Vergleich durchaus nahe. Wenn Sie weiß, wie man nach dem Verlag suchen kann, soll sie doch andere (nicht nur mich) an ihrem Wissen teilhaben lassen – aber nicht sagen: Ätsch, ich verrate nix, damit ihr dumm bleibt und ich hier auftrumpfen kann. Das sagt schon was über den Charakter.

    Es gibt viele Kniffe bei der Recherche, die du nicht kennst (Ich schon. War u.a. beruflich mein Metier).

    (Oho!) Danke, dass Du das als Dein Geheimnis bewahrst und uns deine Erkenntnisse lieber vorenthältst. Warst Du nicht das strebsame Mädchen, das sich früher in der Schule immer tief über sein Hausaufgabenheft beugte, damit ja kein anderer Schüler etwas abschreiben konnte? Ich erinnere mich noch gut! Keine Sorge, ich hatte das Linsen nicht nötig – aber ich fand diese Verhaltensweise schon damals reichlich albern.

    Du hast nicht gut recherchiert. Guck mal nach:
    Beispiel f. gedrucktes Buch (Katalog Stadtbücherei Frankfurt):

    Kontrollverlust. Wer uns bedroht und wie wir uns schützen.

    Ich hab' da eigentlich überhaupt nicht "recherchiert". Ich hab' lediglich im Katalog nachgesehen und nix gefunden. Also ... außer dieser DVD mit der Eva Herman. Ist auch nicht so einfach. Bei der Mediensuche im Katalog kann der Verlag nicht als Suchkriterium eingegeben werden. Man könnte jetzt nach dem Erscheinungsjahr suchen und dann den Verlag Kopp herausfiltern – der wird aber unter den Verlagen nach denen gefiltert werden kann (ja ich habe die entsprechende Stelle expandiert) nicht aufgeführt. Vielleicht gibt es einen Kniff, den ich nicht kenne, spitzefeder aber gerne verrät. Ich finde es aber erstmal etwas tricky.


    Doch, doch – ich finde es allemal interessant, dass es selbst der Kopp-Verlag in den Bestand der Stadtbücherei Frankfurt geschafft hat. Hätte ich nicht unbedingt gedacht, aber mittlerweile wundert's mich auch nicht mehr allzusehr, wenn "ein auf Esoterik, Verschwörungstheorien und Desinformation spezialisiertes Unternehmen" (Welt) im Angebot einer öffentlichen Bibliothek vertreten ist. Im OVH gibt es nicht wenige Beispiele ähnlicher Art.

    Dass irgendetwas ein Übergewicht erhalten hat, ist deine persönliche Einschätzung, eine Vermutung, Behauptung.


    Eine Tatsachenbehauptung, kein Fakt.

    Deine Einschätzung beruht auf deiner Recherche. Und die ist lückenhaft. (s.o.)

    Dass du etwas nicht findest, bedeutet nicht, dass es nicht da ist.

    Dass unter den Neuerscheinungen Neuzugängen des OVH des Jahres 2019 nur ein einziges E-Buch zum Thema Impfen in den Bestand aufgenommen wurde, ist ein Fakt. Das dieses Buch aus einem Verlag stammt, dessen einziger Zweck die Verbreitung von Zweifeln am Nutzen von Impfungen ist, ist gleichfalls ein Fakt. Dass der Vorsitzende des Vereins in dessen Verlag das Buch erscheint im Vorwort dieses Buches verschwörungstheoretische Thesen über die Medien ausbreitet, ist ebenso ein Fakt. Darauf gründet sich meine Einschätzung/Vermutung/Behauptung, dass esoterischer Unfug bei den Neuanschaffungen des OVH bei zumindest einigen Themen – wie z.B. Impfen – (noch milde formuliert) ein Übergewicht gegenüber einer unvoreingenommener Darstellungen des gleichen Sachverhalts erhalten hat.


    Wenn Du da etwas anderes findest, lass es uns wissen.

    Hatte mich da beim ersten Kopp-Buch auch sehr gewundert, weil ich gerade erst ein paar Tage vorher einen Anschaffungswunsch eines Nutzers dazu abgelehnt hatte

    Zensur!!!


    Quatsch. Aber dennoch: Wie hast Du das dem Nutzer gegenüber begründet?

    Also in den gedruckten Beständen (auch Stadtbücherei Frankfurt) gibt es einige Bücher aus dem Verlag. Alles eine Frage der Recherche.

    Also gedrucktes habe ich in der Stadtbücherei Frankfurt nicht entdeckt. Aber eine DVD:


    Nahtod, Jenseits, Reinkarnation – gibt es ein Leben nach dem Tod?

    Von/Mit: [Darst.: Eva Herman ...]

    Jahr: 2011

    Verlag: Rottenburg, Kopp

    Beschreibung: 1 DVD (ca. 136 Min.) : farb.

    Reihe: Kopp aktuell

    Beteiligt: Herman, Eva

    Anmerkung: FSK: ab 0. - Sprache: dt.

    Mediengruppe: Sach-/Musikfilm


    (Eva Herman war übrigens die deutsche Mutter, die am Mutterkreuz scheiterte. In erster Linie nicht weil sie die Vorgabe verfehlte, sondern weil sie etwa 60 Jahre zu spät an den Start ging)


    Schlimm genug.