Wenn Öffentliche Bibliotheken noch nicht erfunden wären...

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    Das würde die Arbeit aller Helfer und Ratgeber enorm erleichtern.

  • Da es generell Flatrate Dienste wie Spotify, Netflix, Kindle Unlimited, Tolino Select, Skoobe etc gibt, würde ich behaupten ja, aber anders.

    Tatsächlich hatte ich mir gerade wegen Riesen wie Amazon die Frage gestellt. Meine Vermutung ist, dass die bei einer solchen Idee sofort die Lobbymaschine anwerfen und das zarte Pflänzchen (Sozialismus!!1) im Keim ersticken würden. Es ist ja jetzt schon so, dass neue Medien anders behandelt werden als traditionelle (Papierbücher), zum Nachteil der Leser und Bibliotheken. Ich denke, dass es so etwas wie die Onleihe gibt, haben wir nur der bereits lange bestehenden Bibliothekstradition zu verdanken und wir werden diese Möglichkeit noch mit Zähnen und Klauen verteidigen müssen...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Effi_Biest ()

  • Ich vermute: nein.

    Einrichtungen wie Bibliotheken überhaupt erst einmal von Grund auf aufzubauen ist so teuer, dass die meisten Kommunen/Länder dafür wohl kein Geld hätten oder nicht bereit wären, es in so ein Experiment zu investieren. Auch vor dem Hintergrund, dass man versucht, immer digitaler zu werden und da eine Bibliothek ein "Rückschritt" wäre - so ein Verleihe von Printbüchern lockt doch heutzutage bestimmt keine Kinder und Jugendlichen mehr an. Und Leseförderung gibt es ja in der Schule.

    In Bezug auf die Onleihe würde dann sicherlich auch noch das schon genannte Lobby-Argument greifen.

  • Es ist ja jetzt schon so, dass neue Medien anders behandelt werden als traditionelle (Papierbücher), zum Nachteil der Leser und Bibliotheken

    Deshalb wäre es ja wichtig, dass endlich das von der letzten Koalition auf die Agenda gesetzte 'Bibliotheksprivileg für eMedien' in Angriff genommen wird. Aber das ist auf der To-Do-Liste wohl ganz nach hinten gerutscht.

  • Glücklicherweise ist die Existenz von Bibliotheken traditionell verankert und es gab Gründe, dass sie erfunden wurden. Solange die Bibliotheken ausreichend genutzt werden, wird man ihre Existenz hoffentlich nie ernsthaft in Frage stellen. Stichwort Löbbyismus: Gegen die realen Bibliotheken vor Ort kommen Verlage und Handel nicht an. In der digitalen Welt versucht man wahrscheinlich alles, was geht. Die Verlage sind vermutlich noch immer davon überzeugt, dass sie nur wegen der onleihe zu wenig ihrer überteuerten ebooks verkaufen können. Ich bin davon überzeugt, ohne Bibliotheken hätten wir heutzutage deutlich weniger Bücher. Bibliotheken, die durch öffentliche Gelder finanziert werden, gäbe es nur an Universitäten und in Form von Archiven. Aber wahrscheinlich gäbe es dann einen guten Markt für gebrauchte Bücher und viele Buchtauschringe verschiedenster Gestaltung - also quasi Bibliotheken.

  • Sehe ich alles wie du nika . Das Gute ist, dass man sieht, wie gut Bibliotheken auch heute noch genutzt werden und wie viel sie u.a. zur Leseförderung beitragen.


    Das Problem ist oft, dass man sich nicht vorstellen kann, dass etwas klappen könnte und es deshalb nicht ausprobiert. Ich war mal im Gespräch mit Briten, die darüber diskutierten, wie man die Menschen davon überzeugen könnte, ihren Plastikmüll zu sammeln, um ihn evtl. recyclen zu können. Das deutsche Prinzip des "Gelben Sacks" kannten sie nicht und es erschien ihnen absolut undenkbar - und hier funktioniert es (klar landet auch hier Müll in der Landschaft und vom Gelben Sack wird lange nicht so viel wiederverwertet, wie wünschenswert wäre; aber ihr versteht hoffentlich, worauf ich hinaus will).

  • Ich denke öffentliche Bücherschränke oder ähnliches gäbe es denn an Stelle dessen.

    Nein, ich glaube, die gäbe es dann keinesfalls. Es wäre attraktiv, gelesene Bücher gebraucht zu verkauften oder im Freundeskreis zu verschenken oder sie zu verschenken, damit jemand anderes sie für gute Zwecke verkauft. Diese Bücherschränke würden nämlich zu verkaufszwecken geplündert ;) .

  • Diese Bücherschränke würden nämlich zu verkaufszwecken geplündert ;) .

    kann ich bestätigen, habe schon ein paar Beschwerden darüber bekommen, obwohl wir die gar nicht stellen/betreuen. Aber die Leute wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen und gebrauchte Bücher = Bibliothek ist einem halt dann doch eher im Kopf als gebrauchte Bücher = Energiekonzern, der den Bücherschrank aufgebaut hat. Wir können dagegen nichts machen, denn woher sollen wir wissen, wer die gebrauchten Medien für sich mitnimmt und wer sie veräußern will?

  • manche benutzen Bücherschränke auch als "Altpapiercontainer": Sie finden uralte staubige Bücher auf dem Dachboden oder im Keller der Oma und anstatt sie in die Altpapiertonne zu werfen (weil die nun einmal nicht mehr zu gebrauchen sind), stellen sie sie in die Bücherschränke....

  • Bookaholiker das machen die Leute nicht nur bei Bücherschränken.

    Wir haben zwei mal im Jahr einen großen Bücherflohmarkt für den die Nutzer Bücher spenden können. Was die Leute da teilweise anschleppen ist echt unglaublich...

    Da sind regelmäßig schimmlige Bücher dabei.

  • Für ein gebrauchtes Buch gibt es je nach Alter z.B. bei Medimops zwischen 10 Cent und bei ganz aktuellen Bücher auch mal 5 Euro. Wer macht sich da die Mühe Bücher aus Bücherschränken zu verkaufen? Wenn ich ein Buch, das ich zu schade für den Papiermüll finde, in den Bücherschrank stelle, freue ich mich wenn jemand damit noch etwas anfangen kann8)

  • Für ein gebrauchtes Buch gibt es je nach Alter z.B. bei Medimops zwischen 10 Cent und bei ganz aktuellen Bücher auch mal 5 Euro. Wer macht sich da die Mühe Bücher aus Bücherschränken zu verkaufen?

    Dieselben Leute, die Altkleidercontainer leeren und den Inhalt auf dem Flohmarkt verkaufen. Dort wandern die Bücher auch hin. Diese Leute haben oft gar nicht die Skills, um irgendwas ins Internet zu stellen.


    (Bin ganz froh, dass Leute Bücher bei Medimops und Co verkaufen, dort finde ich gezielt, was ich will, im Bücherschrank nur, was gerade da ist)