Vergleich Onleihe-Overdrive

18.12.2018 | Informationen zur Beta-Version der Onleihe-App
Eine ausführliche Beschreibung zur Installation der Beta-Version für iOS und Android finden Sie HIER.

17.12.2018 | Hinweis zur Nutzung der eAudio in Onleihe-App und am PC.
Informationen dazu gibt es HIER.

  • Ich habe ja die ganzen Jahre wirklich geglaubt, die Downloadprobleme mit der Mac-Version von ADE, das nicht zurückgeben können von eBooks auf der Website oder auch die Probleme bei der Audio-Wiedergabe sind wirklich Probleme von Adobe. Dass man Bücher und Magazine erst downloaden muss, um sie zurückgeben zu können ist einfach nur Schikane! Oder wenn man in der Onleihe-App ein vorbestelltes Buch ausleiht, ist danach die ganze Liste von vorbestellten Büchern leer - die App muss dann erst abgeschossen und neu gestartet werden, bis man die Liste wieder sieht... :wacko:


    Erstaunlicherweise geht es aber auch anders und scheint durchaus nicht an Adobe zu liegen, sondern am Onleihe-System. Wenn man sich die Lösung von Overdrive anschaut, muss man sagen, die Jungs dort haben es drauf, sie sind meilenweit besser als die Onleihe.

    +Bücher können direkt auf der Website zurück gegeben werden.

    +Die ADE Mac-Version muss nicht nach jedem Buchdownload abgeschossen werden, weil sie nicht mehr reagiert, Nein - sie ist auch nach dem gleichzeitigem Download von 10 Büchern noch bedienbar:!:

    +Bestellte Medien können automatisch ausgeliehen werden, wenn sie verfügbar sind.

    +Die Audio-Wiedergabe funktioniert ohne nervige Unterbrechungen und der MediaPlayer sieht einfach stylisch aus.

    +Die App ist bei mir noch nie abgestürzt.

  • Ich habe ja die ganzen Jahre wirklich geglaubt, die Downloadprobleme mit der Mac-Version von ADE, das nicht zurückgeben können von eBooks auf der Website oder auch die Probleme bei der Audio-Wiedergabe sind wirklich Probleme von Adobe.

    Nein. Alle genannten Problem sind mMn wirklich nur Probleme der begrenzten Fähigkeiten der Divibib-Programmierer! Ich könnte die aufgeführte Liste noch um Einiges ergänzen, aber das ist nutzlos, da sich hier ja nur "User" im Forum tummeln - eine direkte Ansprache der Divibib ist ja geschickterweise nicht vorhanden.


    Auch wenn jetzt wieder die Standard-Ausrede von den üblichen Verdächtigen kommt, ohne internes Wissen könne man nicht urteilen, zeigt, wie LuisTurtle beschreibt, ein Vergleich verschiedener System doch eigentlich jedem ziemlich deutlich, was möglich wäre und was nicht.

  • Der Konzern, der hinter Overdrive steht ist allerdings auch um Welten größer als die Onleihe und verfügt dadurch schonmal über ganz andere Möglichkeiten.

    Und DRM ist eben nicht gleich DRM - auch wenn das gleiche System verwendet wird können die Anforderungen der Verlage doch unterschiedlich sein. Das sieht man unter anderem auch bei den Titeln von Baker&Taylor die in der Onleihe trotz Adobe-DRM nicht vorzeitig zurückgegeben werden können weil diese vom Anbieter direkt bereitgestellt werden und sich dann komplett anders verhalten.

  • Und DRM ist eben nicht gleich DRM - auch wenn das gleiche System verwendet wird können die Anforderungen der Verlage doch unterschiedlich sein.

    Kann sein, aber ein- und derselbe Verlag wird doch wohl an alle "Verleihfirmen" dieselben Anforderungen stellen und das von einem Verlag zum Verleih zur Verfügung gestellte Medium wird doch sicherlich gleich sein, egal ob Onleihe, Overdrive oder sonstwem.


    Und wenn z.B. Baker&Taylor die Herausgabe von Medien anders handhabt als z.B. der Klett-Verlag, dann wird er das doch sicherlich bei der Onleihe genau so machen wie für Overdrive oder weiteren.


    Auch das vom Verlag geforderte DRM-Verfahren wird doch ebenfalls bei der Onleihe dasselbe wie bei Overdrive oder anderen sein. Alles andere macht doch weder technisch noch wirtschaftlich irgendeinen Sinn - außer z.B. Overdrive zahlt dem Verlag wesentlich mehr, so daß letzterer sich die "Mühe" macht, die Medien der Verleihfirma anders, "besser" als z.B. einem Konkurrenten von Overdrive zur Verfügung zu stellen oder beim DRM nicht so pingelig zu sein, um ebendiese Konkurrenz zu blockieren oder ihr das Geschäft aufwendiger zu machen. Ist aber mMn auch absurd.

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  • Kann sein, aber ein- und derselbe Verlag wird doch wohl an alle "Verleihfirmen" dieselben Anforderungen stellen und das von einem Verlag zum Verleih zur Verfügung gestellte Medium wird doch sicherlich gleich sein, egal ob Onleihe, Overdrive oder sonstwem.


    Und wenn z.B. Baker&Taylor die Herausgabe von Medien anders handhabt als z.B. der Klett-Verlag, dann wird er das doch sicherlich bei der Onleihe genau so machen wie für Overdrive oder weiteren.


    Auch das vom Verlag geforderte DRM-Verfahren wird doch ebenfalls bei der Onleihe dasselbe wie bei Overdrive oder anderen sein. Alles andere macht doch weder technisch noch wirtschaftlich irgendeinen Sinn - außer z.B. Overdrive zahlt dem Verlag wesentlich mehr, so daß letzterer sich die "Mühe" macht, die Medien der Verleihfirma anders, "besser" als z.B. einem Konkurrenten von Overdrive zur Verfügung zu stellen oder beim DRM nicht so pingelig zu sein, um ebendiese Konkurrenz zu blockieren oder ihr das Geschäft aufwendiger zu machen. Ist aber mMn auch absurd.

    Ich glaube nicht, dass es da "Musterverträge" gibt ... was also verhandelt wird kann man nicht mit Sicherheit sagen, sofern man nicht selbst einer der Beteiligten ist. Und die Verträge liegen auch nicht irgendwo zur Ansicht aus.

    Overdrive ist noch dazu ein US-amerikanisches Unternehmen, B&T ebenfalls. Es ist nicht abwegig, dass mindestens dort andere technische Verfahren möglich sind.


    Aber diese Diskussion ist wenig zielführend, da keiner der Beteiligten seine Karten aufdecken wird.

  • Ich denke auch, dass es kaum mal wo zwei gleiche Verträge geben wird. Man denke nur mal aus dem praktischen Leben an die Kfz-HV, deren eh Abertausende von Tarifen jetzt in Kürze wieder angepasst werden, was Massen von Wechseln und Neudeckungen zur Folge hat, manchmal wegen 20€. So etwas wäre ohne EDV gar nicht machbar gewesen und selbst mit EDV ist es ein immer teurer und aufwändiger werdendes Unterfangen. Da wird gezockt wie beim Pokern (neben den sinnvollen Anpassungen, weil ein bestimmtes "Modell" je nach Marktsituation von immer mehr risikofreudigeren Fahrern gefahren wird oder bei der Vollkasko in bestimmten Regionen gerade besonders oft geklaut wird).


    Wir haben doch an anderer Stelle gelernt, dass es bei den körperlosen Medien nicht mehr mittels gebundenem Preis und Erschöpfungsgrundsatz erledigt ist, sondern die Konzerne einerseits die "Kultur-Segnungen" Preisbindung und niedriger Freudensteuersatz beanspruchen, aber andererseits die bisher damit verbundenen Kultur-Verpflichtungen nicht akzeptieren wollen.


    Die Amis sind mit Anpassungen an neue Gegebenheiten bzw. mit neuen (insbesondere faktisch unausweichlich neuen) Geschäftsmodellen immer pragmatischer und schneller. Die Deutschen beschäftigen erst mal Horden von Juristen, um sich möglichst lange gegen nicht selbst ausgetüftelte Veränderungen zu wehren oder "kreative" Auslegungen zu finden.

    Niemand beabsichtigt, in Berlin einen neuen Flughafen zu errichten! - Niemand beabsichtigt, eine fehlerlose Software zu programmieren! - Niemand beabsichtigt, ein langfristig störungsfrei nutzbares Gerät auf den Markt zu bringen!

  • Ich denke auch, dass es kaum mal wo zwei gleiche Verträge geben wird.

    Ich bezog mich auch in meinem Beitrag nicht auf irgendwelche Vertragsgestaltungen, sondern auf Überlegungen zu rein technischen Unterschieden. Ein Verlag wird sicherlich nicht für verschiedene Anbieter unterschiedliche PDFs erzeugen und zur Ausleihe abgeben. Genauso wird ein Verlag, wenn er zu der Ansicht kommt, z.B. das Adobe-DRM als geeignet für seine Rechtewahrung anzusehen, nicht verschiedenen Anbietern die Wahl unterschiedlicher DRM-Verfahren oder gar keiner überlassen Es müssen die Verlage doch auch sicherlich mit der Nutzung des jetzt neu einzusetzenden DRM-Verfahren einverstanden sein.


    Daß dies z.B. in Amerika anders gehandhabt werden kann als in Europa bzw. Deutschland, war nicht mein Punkt. Schon eher, daß z.B. B&T die Leih-Medien-Verwaltung und -Lizensierung offensichtlich selbst durchführt. Das wird sie sicherlich auch bei anderen Verleihfirmen machen.


    Aber in der Tat ist dies alles nicht system-immanent, sondern die Details lassen sich natürlich qua vertraglicher Gestaltung beliebig anders gestalten, solange das akzeptiert wird.

  • Ein Verlag wird sicherlich nicht für verschiedene Anbieter unterschiedliche PDFs erzeugen und zur Ausleihe abgeben. Genauso wird ein Verlag, wenn er zu der Ansicht kommt, z.B. das Adobe-DRM als geeignet für seine Rechtewahrung anzusehen, nicht verschiedenen Anbietern die Wahl unterschiedlicher DRM-Verfahren oder gar keiner überlassen Es müssen die Verlage doch auch sicherlich mit der Nutzung des jetzt neu einzusetzenden DRM-Verfahren einverstanden sein.

    Meines Wissens nach erfolgt die Zusammenführung zwischen Datei und DRM erst bei der Onleihe und nicht beim Verlag direkt. Und ich vermute mal es gibt eben Anforderungen die das DRM erfüllen muss- ob das jetzt über Adobe abgedeckt wird oder das neue ist ja zweitrangig. Es müssen halt bestimmte Bedingungen gewährleistet sein.

  • Meines Wissens nach erfolgt die Zusammenführung zwischen Datei und DRM erst bei der Onleihe und nicht beim Verlag direkt. Und ich vermute mal es gibt eben Anforderungen die das DRM erfüllen muss- ob das jetzt über Adobe abgedeckt wird oder das neue ist ja zweitrangig. Es müssen halt bestimmte Bedingungen gewährleistet sein.

    1. Zusammenführung zwischen Datei und DRM: Sicherlich macht das die Onleihe - habe ich den Eindruck erweckt, daß ich das anders sehe? Diesen Aufwand wird ein Verlag sicherlich nicht der Onleihe abnehmen wollen.
    2. Anforderungen des DRM: Richtig, ich denke, der Verlag wird mindestens die "Sicherheit" des applizierten DRMs im Auge haben und nicht zulassen wollen, daß ein DRM-Verfahren angewandt wird, welches z.B. bekanntermaßen (Internet o.ä.) umgangen werden kann. Also wird ein Verlag zumindest mittelbar ein geeignetes DRM-Verfahren bzw. -Anbieter, sagen wir "vorschlagen" wollen oder ein Veto einlegen, wenn ein solches unsicheres Verfahren angewendet werden soll.
  • Bitte hier keine konkreten Overdrive-Probleme diskutieren. Dafür ist dieses Forum wirklich nicht da.

    Im Zweifelsfall eine E-Mail an die Heimatbibliothek schicken oder vielleicht in einem allgemeine eReading-Forum besprechen.

  • Bitte hier keine konkreten Overdrive-Probleme diskutieren. Dafür ist dieses Forum wirklich nicht da.

    Im Zweifelsfall eine E-Mail an die Heimatbibliothek schicken oder vielleicht in einem allgemeine eReading-Forum besprechen.

    Mich hätte es durchaus interessiert, welche Schwierigkeiten es bei Overdrive gibt. Und ob Overdrive auch ein Forum hat. ;)

    Wegen mir gerne antworten. Konkret "Lösen" können wir - die divibib - das etwaige Problem von Overdrive halt nicht, klar.

  • Also, da das Thema hier zumindest nicht einhellig als verboten qualifiziert wird, in Kürze:


    Heimatbibliothek: Münchner Stadtbibliothek (hier nicht ganz irrelevant). In der Libby-App kann ich mich mit meiner "Library Card" gleich gar nicht anmelden. In der Overdrive-App geht es damit genau so wenig; hier scheint ein spezielles Münchner Problem vorzuliegen. Anmeldung mit einem dazu eingerichteten Overdrive-Konto funktioniert, aber ein vorher via PC und ADE ausgeliehenes (und auf den Reader gebrachtes) Buch kann ich dann nicht zusätzlich in die Overdrive-App auf dem Smartphone laden. Genau das will ich aber gelegentlich (Luxusproblem: längere Bus- und Bahnfahrt, Reader + Dumm-Handy sind mir auch schon zu viel Zeugs in der Handtasche).


    Die Heimatbibliothek in Gestalt ihrer DigiAuskunft war sehr hilfsbereit, gelöst habe ich das Problem am Ende doch selbst nach mehrfacher Lektüre von Overdrive-Hilfe und Fehlermeldung: Autorisierung der Overdrive-App umstellen auf die Adobe-ID.


    Für so was wäre ein Overdrive-Userforum ziemlich sicher ein guter Platz gewesen. Und so ein lästiges Extra ist mir bei der Onleihe nicht begegnet, da wird man gleich zur Autorisierung mit der Adobe-ID geführt und fertig.