Onleihe Ebooks - Kriterien beim Einkauf?

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  • Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht. Wenn ein Verlag den Ladenpreis geändert hat, muss der Titel in jeder Buchhandlung zwingend zum neuen Preis verkauft werden. Alles andere wäre ein Verstoß gegen die Buchpreisbindung.

    Was ist denn mit den Büchern die bereits vor dem 1.7. im Laden lagen, die sind mit dem anderen Preis eingekauft?
    Die sind doch noch vorhanden.

  • Beitrag von Hundehuette ()

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  • Der Einkaufspreis ist völlig unmaßgeblich, charliebrown . Es gilt immer der vom Verlag vorgegebene Endpreis. Egal, ob das Buch vor oder nach dem 01.07. an den Buchhandel ausgeliefert wurde. Bei den bereits im Laden vorhandenen, weil vor dem 01.07. gelieferten Büchern hat der Buchhändler tatsächlich das Glück, dass er etwas mehr verdient, da der Verkaufspreis gleich bleibt, der Mehrwertsteuer-Anteil aber sinkt.


    Verkauft der Buchhändler heute ein Buch zum Preis von € 20,00, so muss er davon € 0,95 MwSt abführen. Bis zum 30.06. waren es beim gleichen Preis € 1,31. Er darf also € 0,36 mehr einstecken.


    Das gilt aber für seit dem 01.07. an ihn gelieferte Bücher nur, wenn der Verlag oder der Barsortimenter den Rabatt, den der Buchhändler beim Einkaufen bekommt, nicht reduziert hat und er sie zum gleichen Preis einkaufen kann wie vorher.

  • Heute grosse Freude, als ich sah, dass meine Bib neue e-books im Genre Krimi/Thriller eingestellt hat. Leider kam dann recht bald die Ernüchterung. Die Bib hat 11 e-books einer griechischen Krimiserie von Petros Markaris gekauft. Von diesem Krimi-Autor habe ich noch nie etwas gehört, und ich lese sehr viel, vor allem in diesem Genre. Da hat man in der Regel zumindest mal den Namen des Autors bzw. bei Serien den Namen des Protagonisten schon mal gehört. Aber egal, ich habe dann recherchiert und in Erfahrung gebracht, dass das erste Buch aus der 13-teiligen Serie, wobei zwei Bücher aus short-stories bestehen, aus dem Jahr 2000 stammt. Lt. Infotext, wenn man die Detail-Seite öffnet, stammen die Bücher jedoch aus den Jahren 2013/2014.

    Davon abgesehen, dass mich die Thematiken nicht besonders interessieren, denn dass interessiert andere Leser widerum nicht, kann ich nur hoffen, dass man die e-books nicht teuer bezahlen musste, denn hier scheint ja mal wieder die Unsitte vonstatten gegangen sein, dass die Verlage, (ur)-alt-Titel plötzlich neu auflegen und den Kunden (in dem Falle die Bib ) vorgaukeln, es handele sich um aktuelle Bücher.

    Für mein Verständnis ist das ganz nah beim Betrug. Dieses Gebaren finde ich höchst unlauter, vor allem, wenn damit die Bibs geschädigt werden, die mit den - meist knappen - Haushaltsmitteln der Kommunen wirtschaften müssen und schon deshalb jeden Einkauf eigentlich abwägen müssen. Eine sehr unlautere Vorgehensweise, wie ich finde.

  • Seit 2013 steht Petros Markaris in unserer Bibliothek im Krimi-Regal.

    Diogenes-Verlag; kein schlechter oder unbekannter Verlag.

    Allerdings einer, der die Onleihe nicht bedient(e). (Jedenfalls anfangs war das so).


    Evtl. verlegt die Bücher jetzt ein anderer Verlag, der auch an die Onleihe Lizenzen verkauft.

  • Das stimmt, Diogenes ist erst seit Anfang 2017 dabei.

    siehe auch diese Meldung.

    Petros Markaris zählt übrigens zu den erfolgreichsten griechischen Schriftstellern der Gegenwart und ist für seine Krimis um den Athener Kommissar Kostas Charitos bekannt. Am 22.07. ist ein neuer Krimi, der 12. Band mit Kommissar Charitos, herausgekommen, wie immer ein Roman mit aktuellem und gesellschaftskritischem Bezug - meine Hamburger Onleihe hat leider nur zwei Titel von ihm im Bestand...

  • Übrigens kaufen wir auch öfter mal ältere eBooks einer Reihe ein, weil die Nachfrage danach eigentlich immer da ist, wenn man einen neueren Band kauft. Älter heißt ja nicht gleichzeitig schlecht geworden.

  • Es könnte ja auch ein Leserwunsch gewesen sein, dass eben jemand danach gefragt hat und dann entschieden wurde die Titel in den Bestand aufzunehmen. Und der neuste Titel aus der Krimi-Reihe der in der Onleihe verfügbar ist, ist von 2018. Und es wird häufig bemängelt, wenn Reihen nicht komplett vorhanden sind. Also kauft man dann bei Wunsch des neusten Bandes (wenn es finanziell möglich ist) auch gerne mal die ganze Reihe.

  • Es ging mir nicht darum, den Einkauf als solchen zu bemängeln; wie käme ich auch dazu. Da hier im Thread aber die Rede von übermäßig hohen Lizenzgebühren war, habe ich mich gefragt, wie sich diese wohl gestalten, wenn Titel (hier teilweise ) fast 20 Jahre alt sind und möglicherweise nicht sofort ersichtlich ist, dass die Titel teilweise uralt sind. Dass sie deswegen schlecht sind, habe ich nicht behauptet. Ich habe mich z.B. sehr gefreut, dass man vor einiger Zeit Dennis Lehane-Titel angeschafft hat. Die sind auch alt, für mich aber Meisterwerke des Genres, die man als Liebhaber von Krimis einfach gelesen haben MUSS.

    Ich habe auch geschrieben, dass es absolut egal ist, ob ich diesen Autor kenne, oder ob er gut schreibt, oder nicht. Es ging mir in dem Falle lediglich um die Höhe der Lizenzgebühren bei so alten e-books, deren Alter eben nicht ohne weiteres zu erkennen ist. Auch hier interessiert mich nicht der Betrag als solcher, sondern lediglich die ART der Berechnung und das auch nur, weil dieses Thema hier im Thread erörtert wurde.

  • Es ging mir in dem Falle lediglich um die Höhe der Lizenzgebühren bei so alten e-books, deren Alter eben nicht ohne weiteres zu erkennen ist. Auch hier interessiert mich nicht der Betrag als solcher, sondern lediglich die ART der Berechnung und das auch nur, weil dieses Thema hier im Thread erörtert wurde.

    Das ist wie bei den gedruckten Büchern auch - nur weil es schon länger erschienen ist wird es nicht automatisch billiger. Manche Titel sind vor vielen Jahren erschienen und haben immer noch den gleichen Preis. Nur wenn der Verlag sich entscheidet die Buchpreisbindung aufzuheben wird ein gedrucktes Buch dann billiger. Und es gibt auch durchaus Verlage, wo man das Erscheinungsjahr der Titel ganz gut sehen kann - zum Beispiel bei den Bänden der von dir genannten Reihe ist das alles korrekt einsehbar (auch für den Endkunden).

  • Und es gibt auch durchaus Verlage, wo man das Erscheinungsjahr der Titel ganz gut sehen kann - zum Beispiel bei den Bänden der von dir genannten Reihe ist das alles korrekt einsehbar (auch für den Endkunden

    So? Wenn ich das Buch "Hellas Channel " aufrufe und mir die Info auf der Detail-Seite anschaue, so ist dort als Erscheinungsjahr 2013 angegeben. Das Buch ist aber de facto 2000 erschienen. Also hat entweder der Verlag das Ersterscheinungsjahr vornehm unter den Tisch fallen lassen, oder man hat ein falsches Erscheinungsjahr angegeben. Das betrifft auch die folgenden Bände, denn lt. Onleihe ist das früheste Erscheinungsjahr 2013.

    Mir kanns ja eigentlich egal sein, ich ärgere mich immer nur über die Chuzpe der Verlage, die häufig diese Trickserei anwenden und den Kunden ( meist ja Käufer ) hinter die Fichte führen. Gerne auch mit neuem Cover und - ganz perfide - mit neuem Titel. Siehe Harry Bingham !

  • So? Wenn ich das Buch "Hellas Channel " aufrufe und mir die Info auf der Detail-Seite anschaue, so ist dort als Erscheinungsjahr 2013 angegeben. Das Buch ist aber de facto 2000 erschienen.

    Meines Wissens ist im Bibliothekskatalog das Erscheinungsjahr das Jahr, in dem die jeweilige Auflage eines Titels herauskommt. Das Jahr der Ersterscheinung ist nicht relevant. Das gilt für gedruckte Bücher und wird bei eBooks nicht anders sein.

    Schau einfach mal in den OPAC deiner Bibliothek. Da wirst du oft aufgelegte Werke (von z.B. Agatha Christie) mit zigfach unterschiedlichen Erscheinungsjahren finden.

  • Meines Wissens ist im Bibliothekskatalog das Erscheinungsjahr das Jahr, in dem die jeweilige Auflage eines Titels herauskommt. Das Jahr der Ersterscheinung ist nicht relevant.

    So ist es.
    Trotzdem ist es für die Einkäufer einer Bibliothek ärgerlich, wenn sie im Nachhinein feststellen, dass es sich um eine „Neuauflage“ eines 13 Jahre alten Titels handelt.
    Unter Umständen ist bei einem derart langen Zeitraum das Exemplar vom Jahr 2000 bereits makuliert, war also schon einmal im Bestand (makulierte Titel sieht man bei uns längstens ein Jahr).
    Manchmal merkt man es erst durch den Hinweis eines Lesers8|:/.
    Nicht immer angenehm ;).

  • Ich habe hier noch ein schönes Beispiel für ein eAudio:


    Die Google-Falle


    https://e-medien-franken.onlei…81-200-0-0-0-0-0-0-0.html


    Laut Onleihe erschienen 2018, im Bestand seit 2019. Nach etwas Recherche sieht man, dass das Hörbuch schon 2009 erschienen ist, die Druckausgabe sogar noch früher.


    Ist ja bei einem Internetthema eine kleine Ewigkeit und der Onleihenutzer denkt, es wäre ein aktuelles Sachbuch.

  • Aber die Verlage sind doch verpflichtet, das korrekte Erscheinungsjahr des Mediums anzugeben.

    Erscheinungsjahr ist nun mal das Jahr, in dem das betreffende Medium herauskommt - gleichgültig, ob es vorher schon andere Auflagen gegeben hat oder wann das Medium zum erstenmal erschienen ist.

    Oder hat sich da etwas geändert?

  • Erscheinungsjahr ist nun mal das Jahr, in dem das betreffende Medium herauskommt - gleichgültig, ob es vorher schon andere Auflagen gegeben hat oder wann das Medium zum erstenmal erschienen ist.

    Oder hat sich da etwas geändert?

    So ist das meines Wissens nach korrekt. Der Zusatz-Vermerk "Neuausgabe" ist allerdings hilfreich und wird auch oft verwendet. Bei der Taschenbuchausgabe von Hardcovern wird auch in der Regel nicht direkt angegeben, dass das Hardcover schon einige Monate vorher erschienen ist. Das Dilemma kann einem also schon auch im gedruckten Bereich unterkommen.

    Für die Erwerbung in der Onleihe ist es aber trotzdem ärgerlich, wenn dann uralt-Titel neu aufgelegt werden und man es wirklich nicht gut sieht. Durch die zum Teil zeitverzögerte Bereitstellung ist es ja eh schon schwierig und lang nicht so einfach mit der Erwerbung wie bei den gedruckten Büchern.