Wie zufrieden seid Ihr mit dem Angebot Eurer Onleihe ?

onleihe:hilfe
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  • Wenn ich im Bestand meiner Onleihe suche ist manchmal Kreativität angesagt, weil z.B. der Übersetzer als Autor geführt wird. (Ich weiß, Divibib sagt, dafür könne sie nichts.) Habt ihr im Medienshop das gleiche Problem? Es kam nicht nur einmal vor, dass ich auf einen Medienwunsch zunächst eine Absage erhalten habe (weil Titel im Medienshop nicht verfügbar) und kurze Zeit später doch noch eine Zusage kam. Oder könnte das bei älteren Titeln noch andere Ursachen haben? "Speichert" ihr nicht erfüllte Medienwünsche für eine gewisse Zeit oder passiert das allenfalls im Hinterkopf? Wäre es sinnvoll, einen Medienwunsch gegebenenfalls nach einem Jahr erneut zu äußern?


    Ich bin allerdings sowohl mit dem hessischen Angebot als auch mit dem Umgang mit Medienwünschen sehr zufrieden.

  • Ich muss sagen, so extrem teuer kommt mir das nicht vor. Wenn man bedenkt, dass dieses Buch dann ja auch von vielen Leuten gelesen werden kann. [...]

    Ja, leider sind das nicht soooo viele Leute, die das Buch dann lesen können. Denn zur K-Lizenz gehört offenbar, dass ein betroffenes Buch maximal 52 mal ausgeliehen werden darf. Danach würde die Lizenz wieder verfallen.

    [...] vielleicht wünscht du dir bei deiner Onleihe den/die Titel, die du möchstest? [...]

    Schon probiert. Scheiterte an den teuren K-Lizenzen. Aber ich meine mich erinnern zu können, irgendwo gelesen zu haben, dass die Bibliotheken ihre Ablehnung von K-Lizenzen nicht mehr so strikt handhaben wollen. So dass vielleicht doch die Chance besteht, den einen oder anderen Klassiker "ins Sortiment zu drücken", der früher draußen bleiben musste. Mal gucken, vielleicht probier ichs doch noch mal mit einem Medienwunsch.

  • Scheiterte an den teuren K-Lizenzen. Aber ich meine mich erinnern zu können, irgendwo gelesen zu haben, dass die Bibliotheken ihre Ablehnung von K-Lizenzen nicht mehr so strikt handhaben wollen

    Ein Teil hat sich wenigstens erbarmen lassen, dass die 52 Ausleihen unbefristet sind, d.h. nicht nach zwei Jahren der Titel gelöscht wird, egal ob die 52 Ausleihen erreicht wurden oder nicht. Ich habe gesehen, dass die Titel von Böll teils zu der unbefristeten Kategorie zählen, aber der Preis ist immer noch unverschämt hoch... aber wenn du nicht eine ganze Liste einreichst, hast du jetzt vielleicht bessere Chancen! :)

  • Habt ihr im Medienshop das gleiche Problem?

    Ja, das ist mir schon untergekommen... bin mir aber nicht sicher, ob das an den Detailangaben von den Verlagen oder an der Suchmaschine liegt.

    Aber auch unser Katalog der physischen Bibliothek ist nicht immer gleich auskunftsbereit! Ich würde dir empfehlen, bei der Suche immer so wenig Wörter zu verwenden wie möglich! ;) Manchmal finde ich ein bestimmtes Medium nur mit dem Titel, nicht aber im Gemisch mit Titel und Autor. Keine Ahnung....

  • Nicht so teuer??? Und das Buch kann dann exakt von 52 Nutzern ausgeliehen werden und dann ist es wieder weg.... wenn man das mit physischen Büchern vergleicht, die Bibliotheken zum gleichen Preis einkaufen können wie die Nutzer auch, sind die Bedingungen für mich ein Grund für den Boykott! Schliesslich muss ich dann eine solche Lizenz nicht nur einmal, sondern meistens mehrmals einkaufen wegen den Vormerkern. Da ist dann das Budget für 2 Wochen mit 6 Titeln weg, anstelle von 30 neuen Titeln. [...]

    (52 Nutzer ... da kam mir EmmaHerwegh bei meinem letzten Post zuvor)


    Also ich glaube, dass auch ein physisches Buch nach 52 Ausleihen fertich hat. Und lieber das Budget weg für 6 anspruchsvollere Titel als für 30 Ponyhof-Schmonzetten (selbst auf die Gefahr hin, dass sich das jetzt elitär anhört). In einem anderen Forum war die Rede von Bücherspenden oder -patenschaften. Wenn das auch bei E-Books geht wäre das ja vielleicht auch 'ne Möglichkeit für Leute, die noch eine Spendenquittung beim Finanzamt einreichen wollen.

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasK () aus folgendem Grund: Hatte den gesamten Post von EH zitiert. Gekürzt, weil sich mein Beitrag nur auf den Anfang des selben bezieht.

  • Ich persönlich finde es sehr traurig, dass einige finanzstarke Bibliotheken die Entscheidung getroffen haben, eBook-Lizenzen zu erwerben, die teurer als der einfache Preis für Endkunden sind. Es führt zu einer Zweiklassengesellschaft. Die einen können diese Preise zahlen, die anderen nicht. Die Nutzer letzterer Bibliotheken haben das Nachsehen.

    Ganz abgesehen davon, dass andere Verlage neidisch auf diese Verträge schielen und sich besonders seit Anfang 2017 die Bedingungen immer mehr verschlechtern, zu denen öffentliche Bibliotheken von bestimmten Verlagen überhaupt Lizenzen bestimmter Titel erwerben können.

    Wir haben seit November 2016 ein EuGH-Urteil zu diesem Thema, das in Deutschland bisher nicht umgesetzt wird.

    Daher ist meine Antwort an unsere Nutzer, die nach bestimmten Titeln fragen, die wir nicht anbieten können: "Was Sie als Nutzer tun können? Sprechen Sie lokale und regionale Politiker darauf an, reden Sie in Ihrem Bekannten- und Verwandtenkreis darüber, mobilisieren Sie möglichst viele Leute, um auf das Problem aufmerksam zu machen."

  • Ich denke, daß Bücher, die zur Schullektüre zählen, gar nicht als eBook vorliegen müssen, wenn sie physisch vorhanden sind. Schon gar nicht, wenn es billige Reclam- oder bpb-Ausgaben (Emke, zB) davon gibt. Das Gleiche gilt für sogenannte "hohe" Literatur. So was stellt man sich ins Regal - die einen zum Angeben, die anderen, um es mehrfach lesen und/oder Marginalien hinterlassen zu können.


    K-Lizenzen sind Abzocke. Ich wünsche mir, daß meine Bibliotheken darauf verzichten.

  • Und lieber das Budget weg für 6 anspruchsvollere Titel als für 30 Ponyhof-Schmonzetten (selbst auf die Gefahr hin, dass sich das jetzt elitär anhört).

    Das klingt nicht elitär, sondern schlichtweg arrogant.


    Es gibt genügend Menschen, die einen "Nobelpreisträger" nicht mal läsen, wenn man sie dafür bezahlte. Dafür habe ich durchaus Verständnis, denn Manches davon scheint mir nicht mit Herzblut geschrieben, sondern mit Blick auf zu gewinnende Preise.

  • je nachdem, wie sorgsam die Leser damit umgehen

    eben.


    Da ich Bücher selten in Papierform ausleihe und tatsächlich über kein Inside-Wissen verfüge, kann ich weder bestätigen noch dementieren, wie viele Durchgänge ein Papierbuch aushält. Von Medien wie DVDs oder CDs kann ich allerdings aus Erfahrung sagen, dass selbst relativ neue Titel bereits ziemlich abgeschruppt ausschauen.

  • K-Lizenzen sind Abzocke. Ich wünsche mir, daß meine Bibliotheken darauf verzichten.

    Das finde ich auch. Gibt es ein Buch nicht bei der Onleihe, welches ich unbedingt lesen möchte, dann hole ich es mir aus der Bücherei oder kaufe es mir ausnahmsweise auch mal, bevorzugt gebraucht. Neulich habe ich mir auch ein Hörbuch gewünscht, welches nicht angeschafft wurde, weil es das 3- oder 4-fache vom Normalpreis kosten sollte. Da ich es unbedingt hören wollte, habe ich mir die CDs gekauft und ich werde das Hörbuch weiterverkaufen oder -verschenken, nachdem ich es gehört habe.


    Ich finde den Anspruch, dass es "alles" in der Onleihe geben sollte, schon sehr hoch. Sparsam wirtschaften ist doch etwas, was wir uns alle für den öffentlichen Bereich wünschen und da gehört dann auch die Abwägung dazu, für was ich das Geld ausgebe.


    Unser Gesetzgeber ist hier wirklich schwer im Verzug. Insbesondere Bücher, die als Kulturgüter gelten oder die Schullektüren sind, sollten nicht überteuert angeboten werden dürfen ... aber wenn ich es recht überlege, sollten gar keine Bücher überteuert angeboten werden.


    Und wie oben schon angeführt wäre es wesentlich besser, wenn kein Verband und keine Bibliothek auf die überteuerten Angebote anspringen würde, denn dann haben die Verlage das Argument "es geht doch" und alle zahlen letztendlich mehr. Ich bin froh darüber, dass die Onleihe Hessen ganz konsequent einen Beschluss gefasst hat und K-Lizenzen nicht kauft.

  • Da ich Bücher selten in Papierform ausleihe und tatsächlich über kein Inside-Wissen verfüge

    Deswegen antworte ich Dir darauf. Ich habe dieses Insiderwissen und kann (natürlich nur für "meine" Bibliothek) sagen, dass 52 Ausleihen für ein Buch gar nix sind.

    Es sei denn, der Leser nimmt es mit in die Badewanne oder trägt es durch den Regen oder verschüttet seinen Kaffee darauf. Aber das ist eben nicht die Regel. Und selbst dann müsste er es ersetzen. Ich habe letzthin einige Hardcover rausschmeissen müssen, weil sie wirklich fertig waren. Die hatten aber alle über 150 Ausleihen, zwei davon sogar 180.

  • Das klingt nicht elitär, sondern schlichtweg arrogant.


    Es gibt genügend Menschen, die einen "Nobelpreisträger" nicht mal läsen, wenn man sie dafür bezahlte. Dafür habe ich durchaus Verständnis, denn Manches davon scheint mir nicht mit Herzblut geschrieben, sondern mit Blick auf zu gewinnende Preise.

    Danke. Und es muss auch nicht jeder einen Nobelpreisträger lesen. Aber ich meine schon, dass jeder die Möglichkeit dazu haben sollte. Und wenn das Budget mal knapp ist, dann bitte wenigstens als Leihbuch, möglichst auch aus der Onleihe.


    Deine Vermutungen über die Motive von Nobelpreisträgern sollten dabei besser keine Rolle spielen.

  • Sparsam wirtschaften ist doch etwas, was wir uns alle für den öffentlichen Bereich wünschen und da gehört dann auch die Abwägung dazu, für was ich das Geld ausgebe.

    Darum finde ich auch, dass die Onleihe ältere Klassiker (z.B. Thomas Mann), die man umsonst bei Project Gutenberg herunterladen kann, gar nicht anschaffen braucht. Die kriegt man dann sogar ohne Leihfrist umsonst.


    Und sehr viele Leute lesen einfach zur Entspannung. Ist doch ganz OK. Manche entdecken dann so auch irgendwelche Klassiker für sich; manche eben nicht und freuen sich dann weiter an 'leichte' Literatur aus der Onleihe/Bücherei.

  • Das klingt nicht elitär, sondern schlichtweg arrogant.


    Es gibt genügend Menschen, die einen "Nobelpreisträger" nicht mal läsen, wenn man sie dafür bezahlte. Dafür habe ich durchaus Verständnis, denn Manches davon scheint mir nicht mit Herzblut geschrieben, sondern mit Blick auf zu gewinnende Preise.

    weil ich gerade dieses Thema persönlich auch spannend finde:

    Ich habe mit Kafka, Mann und wie "die" alle heißen, nie was anfangen können und lese auch nicht "im brecht'schen Sinne"

    Daher liegt mein Focus meist auf Ponyhof-SciFi und Ponyhof-Fantasy und wenn ich etwas faktisches wissen will, lese ich Fachbücher, die aber aufgrund des Belletristik-Schwerpunktes der Onleihe nur bedingt zu finden sind. Es gibt einige Magazine die (für mich) spannend sind, aber danach wird es recht dünn.

    Von daher ist das Spektrum der Onleihe für mich persönlich auch lediglich die "Ponyhof-Seite" ;)


    persönliche Grüße

  • Von daher ist das Spektrum der Onleihe für mich persönlich auch lediglich die "Ponyhof-Seite"

    Ich finde, Ponyhof triffts nicht. Duie Onleihe hat auch so einiges an hochstehender Literatur zu bieten, nur hat nicht jedes dieser Bücher einen Nobelpreis. Und seit Bob Dylan einen kassiert hat, wie viel ist dieser Titel noch wert...?

  • Ich würde sagen, man nehme einen guten Deutschlehrer oder Bibliothekar ;) und bitte ihn eine Liste zu erstellen. Auf diese Liste möge er alle Titel der deutschen Literatur und der Weltliteratur setzen, die seiner Ansicht nach zu einer guten Allgemeinbildung gehören. (Natürlich würde man eher sagen: lies einen Titel von xy). Das, was auf solch einer Liste landen würde, gehört meiner Meinung nach auch in die Bestände der Onleihen, aber zwingend zu vertretbaren Anschaffungspreisen. Es geht schließlich auch um einen gewissen Bildungsauftrag und darum, Berührungsängste zu nehmen. Also sind wir wieder bei der Politik :(. Dass in Hessen von Thomas Mann weder "Der Zauberberg", noch "Die Buddenbrocks" zu kriegen ist, liegt wahrscheinlich auch an den Verlagen und das macht mich doch etwas fassungslos.

  • Ich finde, Ponyhof triffts nicht. Duie Onleihe hat auch so einiges an hochstehender Literatur zu bieten, nur hat nicht jedes dieser Bücher einen Nobelpreis

    Und zwischen Ponyhof und Nobelpreis gibt es noch recht viel Raum, worin man sich bewegen kann. SciFi und Fantasy lese ich aber ganz gerne. Aber irgendein Buch zu lesen nur weil es 'Literatur' oder ein Bestseller ist halte ich für Zeitverschwendung.

    Wenn jemand klassische Literatur haben möchte, habe ich noch einen Tipp: findet man als Papierbuch in gutem Zustand in sehr viele öffentliche Bücherschränke. Schaut auch sehr schön aus im Wohnzimmerschrank :saint:


    Edit: nika Und wenn man 10 Deutschlehrer oder Germanisten fragt kriegt man 10 Listen (oder vielleicht auch mehr). Bildung darf man m.E. nicht einfach an Sprache und Literatur festmachen; da gibt es auch noch andere Bereichen. Und die Bücherei ist keine Schule. Ich persönlich bin in der Schule jahrelang so heftig mit Literatur 'beworfen' worden, dass ich nachher lange Zeit um alles literarische einen Riesenbogen gemacht habe.

    Einmal editiert, zuletzt von meisje ()